Ein Sinnbild verschwindet

Namibias wilde Wüstenpferde


Werde aktiv und hilf uns dabei, diese einzigartige Herde wilder Pferde zu erhalten

In diesem Jahr begab ich mich für ein Fotoprojekt in Namibia auf die Suche nach einem Mythos: Wilde Pferde in der ältesten Wüste der Welt – der Namib. Was ich fand, war nicht das, was ich erwartete. Und veränderte dennoch alles. Mein Herz strahlte, bebte und schließlich brach es. Die Wildpferde sind ein Sinnbild für den ungebrochenen Geist dieser Spezies, ein Zeugnis ihrer vielmals unterschätzten Stärke und ein Beweis für die Anpassungsfähigkeit dieser Tiere. Sie sind Teil des Landes und unweigerlich mit dessen Geschichte verschmolzen. Aber dieses Sinnbild verschwindet, und ich möchte die örtliche Organisation „Namibia Wild Horses Foundation“ dabei unterstützen, dies zu verhindern. Sei ein Teil dieser Bewegung – hilf uns – und hilf damit den wilden Pferden der Namibwüste.

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Auf dieser Seite findest du eine kurze Zusammenfassung aller relevanter Daten rund um die Wildpferde von Garub.

Am Ende hast du durch meine Kampagne die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden und ihnen zu helfen.

 
Der Kampf um ein Wunder

Leben in der Wüste


Wildpferde mit deutscher Abstammung in der Wüste von Namibia – geht das überhaupt? Nicht nur Pferdefreunde finden diese Behauptung ziemlich unglaubwürdig. Unfassbar – aber wahr. Ich erfuhr vor vielen Jahren von diesem Mythos und wollte mich eines Tages selbst davon überzeugen, wie diese Konstellation zustande kommt und in der ältesten Wüste der Welt überleben konnte. Dieser Tag kam spät, fast zu spät. Kurz vor meiner Abreise erfuhr ich, dass es den wilden Pferden nicht so glanzvoll gehen soll, wie die Geschichten ursprünglich erzählten.
Ich hatte 3 Tage Zeit, um sie zu finden, mir ein Bild von ihrer Situation zu machen und sie zu fotografieren. Ersteres – sie aufzuspüren – stellte sich als eine sehr einfache Aufgabe heraus. Bereits am ersten Tag begegneten uns eine handvoll Junghengste, die auf der Straße nach Nahrung bettelten. In der Nähe zeigten sich auch an den darauffolgenden Tagen immer wieder einzelne Hengste oder kleine Gruppen. Einige davon stark abgemagert, andere nur leicht angeschlagen.

Die separaten Pferde reflektierten das Schicksal, das auch die Herdentiere zu erwarten haben, wenn sich nichts verändert.


Entstehung und Geschichte

Ursprung einer Legende


Wie kamen die Nachfahren dieser einst deutschen Pferde in die Namibwüste? Dafür müssen wir die Geschichtsuhren rund einhundert Jahre zurückdrehen. Ich kürze die Erzählung ab und komme zum wesentlichen Punkt (eine vollständige und sehr sorgfältige Ausführung ihrer Historie findet man in dem Buch „Wilde Pferde in der Namibwüste“). Die Wüstenregion an der Küste Afrikas blieb lange von Menschen unberührt, bis im 19. Jahrhundert vom Bremer Kaufmann Adolf Lüderitz eine deutsche Kolonie gegründet wurde. An der späten Besiedelung war vor allem die Trinkwasserversorgung Schuld, die sich auch nach einigen Jahren noch als großes Problem darstellte. Durch den Ausbau einer Bahnstrecke stießen die Arbeiter Anfang des 20. Jahrhunderts auf Grundwasser bei Garub, wodurch die Orte Aus und Lüderitz versorgt werden konnten. Wasser ist in der Wüste so wertvoll wie Gold – aber dies war nicht das einzige, was sie zu bieten hatte. Die Region war so reich an Diamanten, dass diese anfangs sogar einfach vom Wüstenboden aufgesammelt werden konnten. Dieser Ausbruch des Diamantenrauschs machte das Gebiet zu einer der wichtigsten Ankerpunkte der damaligen Handelszeit. Durch diese Marktposition ging es den Bewohnern bis dahin sehr gut, weshalb es auch Pferdezüchter und sogar Pferderennen zum Vergnügen gab. Aber Moment – was hat das mit den Wildpferden zu tun? Die Kolonialzeit brachte nicht nur glitzernde Steine zum Vorschein. Sie war auch geprägt von Aufständen und Kriegen. Um das Gebiet zu sichern gab es tausende deutsche berittene Soldaten, und auch die Angreifer aus dem südlichen Afrika hatten Pferde. 1915 siegten die Südafrikaner und unterstellten u.a. Lüderitz, Aus und Garub ihrer Militärmacht und damit ihrer südafrikanischen Verwaltung. Von dort an steigerte sich das Chaos: Durch den Krieg in Europa und zwischen den Kolonien wurden alle Pferde und Arbeiter eingezogen, um dem Militär zu dienen und ihr Land zu verteidigen. Berichten zufolge gab es zeitweise 6000 Pferde in Garub, die der Schutztruppe angehörten. Das Wirrwarr der Nachkriegszeit sorgte dafür, dass weitere Pferde herrenlos wurden und diese fanden im Diamantensperrgebiet Ruhe und Schutz. Diese Zonen durfte kein Mensch betreten – absolutes Verbot. Die Brunnen der Schutztruppen blieben stellenweise intakt, wodurch auch die verwilderten Pferde an Wasser kamen. Zudem gab es Regenfälle, die in den Folgejahren stattfanden und sehr ungewöhnlich für die Region waren. Diese begünstigten ihre Anpassungsphase. Bis 1986 hatten die Pferde keinen Menschenkontakt mehr. In den 90er Jahren wurde das Interesse an den Wildpferden immer größer, als 1993 eine große Dürre ihre Existenz bedrohte. Nachdem aus dieser nur 114 Exemplare überlebten, wurden neue Tränken und Beobachtungsstellen gebaut und es wurde sich noch mehr um den Erhalt dieser außergewöhnlichen Pferde bemüht. Leitfigur im Schutz der Wildpferde ist die Namibia Wild Horses Foundation.


Die Gefahren der Wildpferde

Das Gesetz des Stärkeren


Die Zahl der Wildpferde schwankt seit Beginn der Zählungen immer wieder zwischen 50 und 250 Tieren. Grundsätzlich gibt es immer Gefahren, mit denen die Pferde gelernt haben, zu überleben. Zu diesen zählen meteorologische Bedrohungen wie z.B. Dürren, aber auch Raubtiere finden immer wieder Routen in ihr Verbreitungsgebiet. Seit ein paar Jahren gibt es allerdings einen indirekten Feind, der sich gutmütig tarnt: den Tourismus. Durch die vielen Lodges und Safaris konnte sich ein Bestand an Raubtieren erholen, die es vorher sehr schwer hatten. Hyänen waren früher nicht gerne auf Farmen gesehen und mussten mit einem schlechten Ruf leben; heute gehören sie zur beliebten Attraktion und dürfen bei keiner Safari fehlen. Durch den wachsenden Bestand und die ungehinderte Verbreitung gelangen sie in Gebiete, wo sie vorher nicht oder nur zeitweise ansässig waren. Laut der örtlichen Wildpferde-Organisation gab es sonst nur kleine Hyänengruppen, die mal vorbeistreiften, ein paar Pferde rissen und dann weiterzogen. Der traurige Kreis des Lebens, den man zu akzeptieren wusste. Durch die Überpopulation gibt es allerdings Tiere, die sich langfristig in der Region angesiedelt haben. Unweit des Standortes der Wildpferde gibt es zudem Schutzgebiete für Hyänen. Das Resultat: Seit einigen Jahren überlebte kein Fohlen und die ausbleibenden Regenfälle begünstigen das Reißen der dadurch zunehmenden Anzahl von schwachen und kranken Tieren. Die Dürren häufen sich – ein kleiner Einwurf zur Debatte um die globale Klimaerwärmung.
Der Konflikt ist klar, die Regierung sich einig. Hyänen gehören nach Afrika – Wildpferde eigentlich weniger. Scheinbar auch nicht solche, die zur Geschichte des Landes gehören und zur deutschen Rolle darin. Während die Regierung und die örtliche Organisation sich um eine Lösung bemühen, die beide Spezies rettet, läuft die Lebensuhr der Pferde weiter ab. Aktuell liegt der Fokus darauf, ihnen mit Futter zu helfen, bei Kräften zu bleiben, bis ein Ausweg gefunden ist. Sollte man die Pferde umzusiedeln? Kommen sie in einer anderen Landschaft mit anderen Futterquellen klar? Oder sollte man sich darum bemühen, die Hyänen zu transportieren? Die Idee, die Hyänen zu füttern damit sie keine Tiere mehr reißen, funktioniert leider nur mäßig. Es gibt also viele offene Fragen, die geklärt werden müssen, und bei denen wir leider kaum helfen können. Aber bei einer Sache können wir helfen: Bei der Finanzierung von Futtermitteln!
Die Namibia Wild Horses Foundation kämpft auf politischer und emotionaler Ebene für eine langfristige Lösung für die Wildpferde in Garub. Ihrer Meinung nach – und diese teile ich – verdienen es die Pferde, in Frieden in der Namib Wüste ihr Leben verbringen zu dürfen, so wie sie es fast ein Jahrhundertlang getan haben. Sie haben sich das Recht erkämpft, dort zu sein. Sie sind ein Teil der Wüste geworden. 
Für Willenskraft gibt es keine Grenzen und es liegt in unserer Verantwortung, dieses Sinnbild der unbändigen Freiheit zu schützen. Besonders dann, wenn irgendwo am Ende dieser Kette wir Schuld daran sind, dass dieses Symbol in Gefahr gerät – egal wie klein dieser Anteil sein mag. Er ist groß genug, um ein zartes Wunder ins Wanken zu bringen.

Nach aktuellen Zählungen gibt es 116 Wildpferde und eine Generationslücke von 4 Jahren (in denen kein Fohlen überlebte).


Die Begegnung mit Freddy

Als mein Herz brach


Wie ernst die Lage ist und vor allem, wie sehr sie mich berührt, wurde mir erst bewusst, als ich auf ein ganz spezielles Pferd traf.
Meine Mitreisende Nina und ich machten uns am letzten Tag zu Sonnenaufgang auf den Weg zu den Wildpferden. Am Straßenrand begegnete uns in der Dämmerung ein einzelner Hengst, bei dem wir anhielten. Er war alleine unterwegs. Ob er zu schwach war, seiner Herde zu folgen oder einfach auf eigene Faust Nahrung suchen wollte, verriet er uns nicht. Als erstes sah ich, wie dünn er trotz des Winterfells schien. Die Beckenknochen und der Widerrist ragten hoch empor, der Hals war dürr. Unsere Anwesenheit kümmerte ihn nicht, er war auf der Suche nach Nahrung. Die wenigen Büschel im Sand waren bereits abgekaut oder verdorrt. Irgendwann entschloss er sich dazu, uns zu inspizieren. Dabei fielen mir seine Augen das erste Mal richtig auf. Verklebt und traurig waren sie. Und irgendwo, ganz tief in ihnen versteckt, ein kleiner Funken Wildnis. Wie ein Licht, das man nicht auslöschen konnte. Sein Blick war fragend. Nicht „Wer bist du?“, wie ich es von den Wildpferden in Bosnien kenne. Sondern: „Hast du etwas Essbares?“.
Die Organisation hat Futterstellen mit Heu eingerichtet. Dieses verschmäht er leider, wie einige wilde Pferde es tun. Sie kennen es nicht, vertragen es nicht. Der Körper hat sich Jahrzehnte lang der kargen Wüstennahrung angepasst, sowas vergisst er nicht. Die Zufütterung durch Heu macht die Organisation nur in absoluten Ausnahmesituationen und wünscht sich selbst, dass die Pferde wieder stark genug werden, um ohne diese Maßnahme zu überleben.
Wir gaben ihm einen Namen: Freddy. Irgendwie passte das zu ihm. Als ich für diesen Bericht die Bedeutung des Namens suchte, hieß es: Der Friedliche, der Beschützende. Als Freddy erkannte, das ich ihm nichts bieten kann, setzte er seine müden Hufe wieder in Bewegung. Streifte über den kargen Boden, kam dann immer mal wieder zurück. „Hast du jetzt was?“„Und jetzt vielleicht?“„Sicher, dass du nichts hast?“. Er probierte die Dornenbüschen zu verzehren, gab es allerdings nach ein paar Versuchen auf. Immer wieder mümmelte er trockenen Kot anderer Pferde vom Boden – aktuell die nährstoffreichste Lösung.
Ich bin ehrlich: Meine Hauptaufgabe war es, zu fotografieren. Aber von Freddy gibt es kaum etwas zu zeigen. Obwohl wir verglichen mit anderen Wildpferden die längste Zeitspanne mit ihm verbrachten, gibt es von ihm die wenigsten Fotos. Freddy hatte mir einiges zu sagen, und ich musste zuhören. Damit ich erzählen kann. Damit ich beschreiben kann, wie es sich anfühlt, so einem Tier in die Augen zu gucken und euch von der Hilflosigkeit berichten kann, die sich bis heute in meinem Magen breit macht. Wie lange Freddy noch bleibt, weiß ich nicht. Ob der Hungertod ihn holt oder eine Hyäne, oder ob er sich doch noch dazu entschließt, das Heu zu akzeptieren … würde ich gerne herausfinden.
Ich möchte erleben, wie der Funke Wildnis in seinen Augen zu einem Freudenfeuer wird. Wie das Winterfell, durch das die Rippen durchscheinen, einem glänzenden Sommerfell weicht. Ich möchte erleben, was ich vor vielen Jahren in Filmen und Fotos sah: Die unbeugsamen Pferde der Namibwüste, die Geister der Vergangenheit.

Scrolle weiter und erfahre, wie du Freddy und den anderen Wildpferden helfen kannst!


Was kannst du tun, um die Wildpferde zu unterstützen?

Werde aktiv!

Die Organisation kümmert sich aufopfernd um den Erhalt der Wildpferde und sie fokussieren ihre aktuellen Bemühungen auf die Zufütterung der Pferde, damit sie bei Kräften bleiben. Damit du die Botschaft der Wildpferde nach Hausen holen und sie gleichzeitig unterstützen kannst, habe ich diese Aktion ins Leben gerufen, die bis Ende August gilt. Du hast verschiedene Möglichkeiten, den Wildpferden zu helfen: Du kannst eines von den unteren Produkten erwerben, in denen ein Spendengeld enthalten ist, oder du leitest selbst eine Geldspende in die Wege.

3-teiliges Fotoset

3 Motive der Wüstenwildpferde von Namibia jeweils in 13×18 cm auf hochwertigem, matten Fotopapier

Enthält eine Spende an die Namibia Wild Horses Foundation in Höhe von 5 €

Investition: 35 € inkl. MwSt.
(zzgl. 5 € Versand in DE, Ausland auf Anfrage)

(Bestellung über das Kontaktformular am Ende dieser Seite)

Handsignierter Fine Art Print

1 Motiv der Wüstenwildpferde von Namibia in 40 x 60 cm auf hochwertigem Fine Art Papier, handsigniert von Carina

Enthält eine Spende an die Namibia Wild Horses Foundation in Höhe von 10 €

Wählbare Motive:

Investition: 115,00 € inkl. MwSt.
(zzgl. 8 € Versand in DE, Ausland auf Anfrage)

(Bestellung über das Kontaktformular am Ende dieser Seite)

 

Du willst einfach nur Spenden?

Kein Problem. Es gibt dafür zwei Möglichkeiten:
a) Du kannst auf ihrer Website direkt an ihre eigene Bankverbindung überweisen.
b) Für diejenigen, die sich Transaktionsgebühren sparen und den Betrag über mich senden möchten, sammle ich als Privatperson und leite die Spenden kollektiv weiter. Fülle dafür einfach das unten stehende Formular aus um weitere Infos zum Ablauf zu erhalten (Banküberweisung möglich, privater PayPal-Account für reine Geldspenden: info@carinamaiwald.com ).

 

Tust du mir einen Gefallen?

Durch die Produktionskosten und steuerlichen Abgaben erhalte ich so gut wie keinen Gewinn an diesen Produkten – das ist bewusst so gewählt, um den Verkaufspreis mit Spendenanteil möglichst niedrig für dich zu halten. Obwohl dieses Jahr kein Zeitfenster mehr offen war, habe ich alles in Bewegung gesetzt und möchte mir den Wunsch erfüllen, im Oktober nochmals zu den Wildpferden zu reisen.
Ich möchte mich vor Ort davon überzeugen, wie die Geschichte weitergeht. Ob es ein Happy End gibt, ob der Kampf andauert. Ich möchte herausfinden, was man noch tun kann und wie sich die Pferde entwickeln. Ich hoffe natürlich auch darauf, Freddy wiederzusehen. Ich möchte dieses unbeugsame Wunder der Wüste fortwährend ablichten, u.a. um für dich den Wildpferde-Kalender für 2018 vorzubereiten.
Mit einem Freibetrag deiner Wahl hilfst du mir dabei, diese ungeplante Reise zu realisieren. Es ist kein Muss – aber ich bin sehr dankbar dafür und es wandert garantiert ausschließlich in diese spezielle Reisetasche. Du kannst im unten stehenden Kontaktformular dazu eine Angabe machen.

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Das Beste zum Schluss

Vielen Dank!


Vielen Dank an Christine von der Namibia Wild Horses Foundation, die sich kurzfristig viel Zeit genommen hat und mit ihren Kollegen viel Herz und Schweiß in den Erhalt der Wildpferde steckt.

Auch Danke an meine Freunde und Begleiter für die kräftige  Unterstützung: Chiara, Nina und Lina. Ohne euch wäre diese Reise nur halb so lustig gewesen.