Wohin entwickelt sich die Seele des Pferdes?

“Behandle das Pferd doch einfach wie das Tier, was es ist.”, höre ich so oft. Nicht nur an mich selbst gerichtet, sondern auch in anderen Diskussionen. Man soll aufhören zu vermenschlichen, zu verhätscheln, zu experimentieren und manchmal .. da soll man sogar einfach aufhören, emphatisch zu sein. Schließlich haben Pferde ohne “neumodische Methoden” schon seit Jahrhunderten wunderbar überlebt … Manchmal ist diese Aufforderung gerechtfertigt, manchmal nicht.

In den letzten Jahren hat das seelische Verständnis zum Pferd stark zugenommen. Es ist nicht einfach nur ein Sport- oder Freizeitpartner, sondern ein fühlendes Wesen mit einem eigenen Geist und entsprechenden Wünschen. Nicht nur die Grundbedürfnisse des sozialen Tieres werden mehr berücksichtigt, auch der freie Wille und die Option „Nein“ sagen zu dürfen wird immer mehr respektiert. Daraus resultieren Werkzeuge wie unter anderem Meditation mit dem Pferd, Energiearbeit Tierkommunikation und Reiki. Eine gleichberechtigte Verbindung zum Tier schaffen zu wollen wird immer salonfähiger … aber oftmals leider nicht, ohne belächelt zu werden.

Seelische Entwicklung des Menschen

Oftmals glauben wir, dass der Mensch schon immer so offen mit seelischen Angelegenheiten wie dem „Herzensweg“ umgegangen ist. Dem ist aber eigentlich nicht so und dafür muss man nicht mal ein paar Jahrhunderte zurück schauen, sondern es reicht, über unsere letzten Generationen nachzudenken. Allerhand wissenschaftliche Studien und Psychologen setzen sich mit der Frage auseinander, welche Bedürfnisse der Mensch hat und was darauf folgt, wenn diese befriedigt werden.

Unsere Großeltern, also jene, die im Krieg großgeworden sind, mussten lange für das fundamentale Grundbedürfnis der Existenz kämpfen. Woher kommt das Essen? Überlebe ich den heutigen Tag? Und wenn ja, was ist morgen? Um wenig anderes durften die Gedanken unserer Vorahnen größtenteils schweben. Ihre Kinder, also die Nachkriegsgeneration, hat miterlebt, wie ihre Eltern von den Ängsten geprägt wurden und wie um sie herum der Wiederaufbau stattgefunden hat. Man sollte dankbar sein, „mehr zu wollen“ stand den Menschen nur selten zu. Da die Grundbedürfnisse wie Wohnung/Haus und Essen und ebenso die Sicherheit größtenteils gesichert waren, sehnten sie sich nach Sozialbedürfnissen. Es wurden viele Clubs und Vereine gegründet, man durfte endlich wieder mit Menschen Spaß haben. Gemeinsam sind wir stark. 

Mit unseren Eltern teilen wir uns die nächste Ebene. Einige von ihnen durften dort bereits hinein fühlen, wir als neue Generation aber ganz besonders.
Wir, die jungen Menschen, haben das unsagbare Glück, in eine Zeit geboren zu sein, in der wir Kriege, Gewalt und Hungersnöte nicht an uns selbst spüren. Wir haben keine direkte Verbindung mit den Ängsten, die damit verbunden sind – das ist zu weit weg. Deshalb brauchen wir auch nicht ständig aktiv darüber nachdenken. Die Ebene, auf die wir uns dadurch heben, richtet sich an das Bedürfnis nach Anerkennung und Wertschätzung. Als Antrieb dient uns der Wunsch, dass wir als Individuum wahrgenommen werden wollen. Wir wollen endlich aus der Masse herausstechen! Wir merken, dass wir alle unterschiedlich sind, wir alle Stärken haben und wollen gegen den Strom schwimmen. Wir wollen die Karriereleiter aufsteigen, von anderen Menschen bewundert oder geliebt werden, wir wollen für das, was wir gut machen, gelobt werden. Ein Leistungskampf im Außen, der oftmals zu modernen Krankheiten wie Burnout und chronischer Erschöpfung führt.

Da es mit dem heutigen Zugang zum Wissen und allen modernen Möglichkeiten einfach geworden ist, dieses Bedürfnis auszuleben. Andere fliehen vor ihrer Erschöpfung und diesem stetigen Hamsterrad, deshalb begeben sich aktuell viele Menschen in die nächste Ebene: Die Selbstverwirklichung. Wir wollen nicht mehr der Beste in der Masse sein, sondern die beste Version von uns selbst und unserem Herzen folgen. Wir suchen nach einem Sinn für unser Dasein und verstehen, dass wir zwar wertvolle Individuen sind, aber dennoch zum Großen Ganzen dazu gehören.
Wir öffnen uns für alternative Wege, um dahin zurückzukehren, was tief verborgen in unserer Seele bereits immer vorhanden war. Dabei hilft uns Meditation, traditionelles Wissen alter Heiler, Yoga, bewusste Ernährung und alles, was mit Achtsamkeit im Alltag zu tun hat. Wir wollen zu unserem wahren Ich zurückkehren.

Und was ist mit Pferden?

Durch meine Zeit mit Wildpferden habe ich gemerkt, wie stark ihr seelischer Reichtum ausgeprägt ist. Sie sind feinfühliger, als viele domestizierte Pferde und ihre Sozialkompetenz beruht auf sensiblen Balancen zwischen äußeren Einflüssen und inneren Energien. Pferde gehören deshalb für mich zu den spirituellsten Wesen.
Doch nicht alle Wildpferde wollen in Kontakt kommen. Als ich in Namibia wilde Pferde traf, die nur noch aus Haut und Knochen bestanden und kurz vor dem Aussterben waren, enthüllte sich ein anderes Bild von ihnen und Kontaktaufnahme mit Menschen. Diese Pferde befanden sich, ähnlich wie unsere Kriegsgeneration, im Modus des reinen Überlebenskampfes. Sie suchten den Zusammenhalt, weil sie ohne ihn leichte Beute waren, aber sie kümmerten sich deutlich weniger um alles, was um sie herum geschah. Ihr Antrieb war einzig und allein: Zu überleben. Sie kamen nur in Kontakt mit uns, um nach Essen zu fragen – alles andere wahr uninteressant und schlichtweg nicht relevant.

Wildpferde in Namibia

Wilden Pferden wurde vor Jahrhunderten, teilweise vor Jahrtausenden, eine feste Rolle zugeschrieben. Man zähmte sie und sie wurden Nutztiere. Sie hatten ihre Aufgaben, sie mussten funktionieren. Sie sollten Lasten und Wagen ziehen, den Acker pflügen oder den tapferen Ritter in die Schlacht tragen. Black Beauty präsentiert das Leid von Nutzpferden in verschiedenen Aufgabengebieten sehr anschaulich. Man kann fast sagen: Auf der Ebene, auf dem sich die Menschen kollektiv wiedergefunden haben, dort waren auch ihre Tiere zu finden – allen voran das Pferd.

Wenn wir einfach sein dürfen – darf es das Pferd auch

Wir befinden uns aktuell in einer Era, in der wir als privilegierte Menschengruppe zum ersten Mal einfach nur „Sein“ dürfen. Unsere Fehler werden verziehen, unsere Stärken gefördert, wir finden zur Natur zurück, verbinden uns mit unserem Urwissen und suchen nach dem großen Sinn des Lebens. Wir haben alle Freiheiten, die man sich wünschen kann. Natürlich ist nicht alles perfekt – aber verglichen mit der gesamten Menschheitsgeschichte können wir uns glücklich schätzen, jetzt gerade zu leben.

Auch Pferde dürfen zum ersten Mal seit vielen Jahrzehnten, vielleicht sogar Jahrhunderten – einfach sein. Sie sind nicht mehr nur Sport- oder Freizeitpartner, sondern werden als seelisches Wesen anerkannt und respektiert. Hat der Besitzer ein entsprechendes Umfeld geschaffen, fühlen sie sich sicher. Der Wunsch von den Menschen nach möglichst artgerechter Haltung in einer sozial-intakten Herde wird immer größer, sodass das Pferd auch hier in die völlige Erfüllung kommen darf. Das Pferd wird von uns anerkannt und wertgeschätzt – und bekommt das ganz oft auf verschiedene Weisen zu spüren. All die unteren Ebenen, die wir als Mensch deutlich durchlaufen können, hat das Pferd durch unser Einwirken ebenso gemeistert.

Das Pferd nicht nur als fühlendes Wesen, sondern als eine sich entwickelnde Seele sehen

Wenn Pferde sich auf derselben Ebene befinden, wie momentan viele Teile der Gesellschaft, macht das auch so klar, wieso sie auf psychische Probleme immer stärker reagieren. Stirbt ein Herdenmitglied oder zieht der beste Freund um, schmerzt dieses Erlebnisse so sehr, weil sie sonst in Harmonie leben und diesen Schmerz lange nicht spüren durften oder mussten. Das Pferd darf wieder fühlen – weil es sein darf und seine Lebenssituation es erlaubt, soweit der Mensch ihm das geben kann. Ihre Gedanken lenken sie nicht mehr ab und somit öffnen sie sich Impulsen, die vorher schlichtweg nicht wahrgenommen wurden … ganz genauso wie wir Menschen selbst. Es entstehen neue Situationen, in denen eine neue Art der Kommunikation und Heilung nötig wird.

Es entsteht aber auch neues Band zwischen dem reflektierten Mensch und seinem Pferd. Wer kennt es nicht? Die Freude meines Pferd wird zu meiner eigenen Freude, der Schmerz meines Pferdes wird zu meinem eigenen Schmerz … wieso sollte es umgekehrt nicht genauso sein?
Immer öfter wird klar, wie sich spannungsvolle Situationen in einer Stallgemeinschaft, Depressionen oder gar physische Krankheiten des Menschen auf ein Pferd übertragen können. Die Psychosomatik ist längst bei uns Menschen angekommen – wer oft Dinge in sich reinfrisst, bekommt Magenschmerzen, wer zu viel grübelt, dem tut der Kopf weh. Zu viel Belastung zeigt sich oft in Rückenschmerzen, den Lärm um sich nicht aushalten zu können endet nicht selten in Rauschen im Ohr oder gar Tinitus. 

Jetzt, da Pferde fühlen dürfen – fühlen sie auch all das. So, wie sie die Stimmung ihrer Herdenmitglieder erleben, gehört der physische und psychische Zustand ihres menschlichen Partners ebenso zu den Faktoren, die ihre eigene Gesundheit beeinflussen können.

Die Verantwortung, sich selbst zu verwirklichen

Wenn wir an diesem Punkt stehen, an dem wir uns selbst verwirklichen, ändert sich der Blick auf die gesamte Welt. Es kann sich anfühlen wie eine Brille, die endlich abgelegt wird oder Scheuklappen, die sich weiten bis ganz verschwinden. Wir verändern nicht nur unseren Lebensstil, sondern auch ganz automatisch den Alltag der Tiere, die dieses Leben mit uns teilen. Wir suchen neue Wege, um die Beziehungen auf eine tiefere Ebene zu bringen und sie wirklich glücklich zu machen. Wir verstehen, dass es auf dieser Welt mehr gibt, als wir sehen und fühlen können … Symbolisch erkennen wir, dass die Erde nicht flach ist und dass es Planeten gibt, die mit uns um die Sonne kreisen. Unmögliches .. wird plötzlich denkbar.

Wenn wir doch alles in unserer Macht stehende tun, um unserem Leben Sinn zu verleihen, finde ich es gar nicht mehr fragwürdig, nach alternativen Wegen für die Kommunikation mit dem Pferd und seine Heilung zu suchen. Ich halte es für selbstverständlich. Schließlich entwickeln wir uns kollektiv. 

Erlaube dir selbst, zu sein – und dann erlaube es auch deinem Pferd. Erlaube dir aber auch, deinen Horizont zu stretchen, denn das Problem kann nicht mit derselben Denkweise gelöst werden, wie es entstanden ist … das wusste schon Einstein. Wenn wir Pferden helfen, sich wieder mit ihrer wahren Natur zu verbinden, dann machen wir das  auch. Wir gehen nicht alleine auf die Reise. Wie unsere Urahnen können wir einen eigenen Kontinent für uns erschließen und unsere Pferde mitnehmen … Und vielleicht wildern wir unsere Pferd am Ende aus, indem wir ihnen die gedankliche Freiheit schenken, nach der sie sich sehnen.

Im Prinzip müssen wir nichts lernen. Wir wurden alle mit diesen Fähigkeiten in die Welt geboren. Wie ein Wildpferd, das gezähmt und domestiziert wurde. Wenn du den Weg zurück zu deiner inneren Wildnis suchst – nimm dein Pferd mit. Denn wenn seine Freude auch deine Freude ist … dann sind deine Gedanken auch seine Gedanken.


Der etwas andere Jahresrückblick

Wenn es Zeit für Jahresrückblicke wird, klinke ich mich meist aus den sozialen Netzwerken aus. Ich freue mich für das, was andere erreicht haben, aber ich bin auch nur ein Mensch und neige dazu, meinen eigenen Wert nach ihren Maßstäben zu messen. Das möchte ich nicht – es ist mein Leben – und deshalb lasse ich mir mit meiner Rückblende meistens etwas Zeit. Nachdem wir nun einen halben Monat im neuen Jahr stecken, habe ich das letzte Jahr für dich nochmal Revue passieren lassen.

Was habe ich 2019 anders gemacht?

Es war das Jahr des Entschleunigens. Während ich die Jahre zuvor immer 200 % gegeben habe und mehr als einmal über meine eigenen Ressourcen gearbeitet habe, beschloss ich schon im Jahr davor, etwas zurück zu treten. 2019 habe ich das vor allem im mentalen Sinne getan – ich habe mir Zeit für mich genommen, habe meine eigenen Ansprüche reflektiert, mehr auf mein Bauchgefühl gehört und noch tiefer in mich gehorcht, um meine tatsächlichen Ziele für die Folgejahre zu formen. Ich habe in dem Jahr keine Kundenaufträge angenommen, um meinen fotografischen Bildstil weiterzuentwickeln. Ich habe mich auf meine eigene Fortbildung in verschiedene Richtungen konzentriert und viel experimentiert. Es gab Monate, in denen ich die Kamera nicht einmal in die Hand genommen habe – und das war richtig gut so. Ich bin sensibler geworden, schätze die Fotografie wieder mehr und konnte mich auf das Besinnen, was mir in meinen Fotos wirklich wichtig ist.

Was hat mich 2019 fasziniert?

Dadurch, dass ich mich für einige Monate von meiner Kamera getrennt habe, konnte ich herausfinden, wer ich als Fotografin wirklich sein möchte. Und noch viel wichtiger: Wer ich ohne die Kamera überhaupt sein kann. Oftmals verschmelzen wir mit unserer Leidenschaft so sehr, dass wir eins mit ihr werden – und vergessen, dass wir viel mehr sind, als nur eine Berufsbezeichnung. Es hat mich fasziniert, was dort alles in mir schlummert, welche Interessen ich entwickelt habe und wie mir das Leben ganz automatisch viele Zeichen zugespielt hat. Für diese persönliche Entwicklung habe ich sehr oft wilde Pferde besucht, die nicht allzu weit von mir entfernt leben. Manchmal habe ich die Kamera im Auto gelassen, manchmal gar nicht erst eingepackt … und trotzdem bin ich jedes Mal mit vielen Erkenntnissen nach Hause gefahren. Es ist faszinierend, wie Pferde einen spiegeln können, wie sie auf die kleinsten Gefühle reagieren und welche Gedanken sie in uns wecken können.

Was habe ich 2019 Neues gelernt?

Obwohl es das Jahr des Entschleunigens war, war es auch das Jahr der Weiterbildung. Ich habe bereits 2018 gemerkt, wie gut es mir und meiner Kreativität tut, den eigenen Horizont zu erweitern. Ich nahm in London an einer Masterclass für Dokumentationsfotografie teil, der von einer renommierten Fotojournalistin gehalten wurde. Es bringt nichts, sich in gewohnten Bereichen fortzubilden … da dreht man sich nur im Kreis. Deshalb finde ich es wichtig, sich außerhalb der eigenen Komfortzone fortzubilden, damit man einen frischen Wind in die eigene Arbeit bringen kann.
In 2019 habe ich deshalb alles aufgesaugt, was ich finden konnte. Mein Lesepensum hat sich verdoppelt. Ich lese zwei Bücher gleichzeitig – ein Fachbuch und einen Roman, um Hirn und Herz gleichzeitig zu füttern. Je mehr ich gelesen habe, desto mehr passierte in meinem Kopf und ich wollte mehr, mehr, mehr. Durch die Besuche bei den Wildpferden und einigen anderen Begegnungen mit wegweisenden Menschen habe ich beschlossen, einen Weg einzuschlagen, von dem ich schon lange geträumt habe: Ich möchte noch mehr in die Persönlichkeitsentwicklung gehen. Nicht nur persönlich, sondern auch beruflich. Meine Mentorings handelten schon oft davon, wie die eigene Mentalität eng mit der Bildsprache verknüpft ist oder welche Denkmuster uns in der Preisfindung limitieren. Im Herbst war es dann endlich so weit und ich entschied mich für die Fortbildung zum pferdegestützten Coach. Ich lernte Methoden und Strategien, um anderen Menschen persönliches Wachstum zu ermöglichen und könnte dies mit der Spiegelung zum Pferd kombinieren. Das hilft mir nicht nur in Seminaren und Mentorings, sondern tatsächlich auch bei Fotosessions. Durch die Sensibilisierung für die feinen Signale zwischen Pferd und Mensch nehme ich Momente viel intensiver wahr und kann sie klarer deuten. 

Ansonsten habe ich gelernt, dass es nichts bringt, ständig nur nach dem Bauchgefühl zu leben. Es ist ein entspanntes Leben, eins, mit dem du in vollem Einklang mit dir selbst bist – aber das Leben ist einfach kein Ponyhof und manchmal muss man Dinge tun, weil die Logik es verlangt. Ich habe gelernt, dass eine gewisse Balance zwischen Herz und Kopf vorhanden sein muss. In dem einen oder anderen Extrem zu leben bringt niemanden weiter.

Was habe ich 2019 vermisst?

Ich kann ganz ehrlich sagen, dass ich nicht viel vermisst habe. Ich habe das Jahr so gelebt, wie ich es mir gewünscht habe. Dennoch glaube ich daran, dass es gut ist, etwas zu vermissen. Das bedeutet, dass das Herz lebt und es ist eine wunderbare Erfahrung, das erleben zu dürfen. Vermissung hat sich bei mir gegen Ende des Jahres entwickelt. Ich habe meine Kamera vermisst, mein kreatives Ventil, meine Muse, mein Werkzeug um dieser Welt zu zeigen, was ich fühle. Ich habe es vermisst, Menschen damit glücklich machen zu können. Ein Gedanke führte zum anderen. Ich öffnete an dem Tag meine Emails und las eine Nachricht, die ich in den vorigen Monaten oft erhalten habe … aber in dem expliziten Augenblick machte sie etwas mit mir. Es bat mich erneut jemand darum, wieder Fotosessions für private Pferdebesitzer im deutschen Raum aufzunehmen. Wie du vielleicht gesehen hast, bin ich für 2020 diesem Wunsch nachgekommen und freu mich unfassbar darauf.

Was war 2019 mein Lieblingsmoment?

Tatsächlich hatte ich im letzten Jahr viele Lieblingsmomente. Verbunden waren sie meistens mit meinen Reisen – die Fotoreise nach Schottland hat unzählige besondere Momente hervorgebracht …

Meine Fotoreise nach Indien zu den Marwaris ebenso … und es gibt so viele tolle Motive, die ich euch noch gar nicht gezeigt habe. Vorerst gibt’s diese drei Fotos für euch:

Doch so richtig heimisch fühle ich mich im Dschungel bei Zoha auf ihrer Auffangstation “The Backwater Sanctuary” (Vielleicht erinnerst du dich an dieses Interview? Mittlerweile war ich schon 2x bei Zoha in Indien und begleite die Entwicklung ihrer Tiere fotografisch). Es ist aber nicht nur ein Ort für Hoffnung, sondern auch ein Ort der Wildheit. Dort, wo ich zum ersten Mal den schwarzen Panther gesehen habe und indische Elefanten beobachten durfte … dort, wo ich 2019 einen hochschwangeren Leoparden fotografiert habe. Dort ist mein Herz Zuhause. Sicherlich ist die Erfahrung und der aufregende Alltag einen eigenen Blogeintrag wert. Ich könnte Wochen und Monate im Dschungel verbringen, endlose Gespräche mit Zoha führen oder einfach nur stillschweigend die Aussicht über das Backwater genießen und die Harmonie dieses Ortes aufsaugen. Mein Freund ist dieses Mal mitgekommen und hat dieses zweite Zuhause .. noch mehr zu einem Zuhause gemacht. Es schmerzt jedes Mal sehr, das Camp wieder zu verlassen, aber da sind wir wieder beim Punkt des Vermissens: Wie schön, dass wir etwas in unserem Leben so sehr lieben, dass wir es vermissen dürfen.

Berufliche Erfolge dürfen hier natürlich nicht fehlen, auch wenn ich sie in diesem Beitrag eher klein halten möchte. Besonders gefreut habe ich mich über eine neue Referenz mit 2 doppelseitigen Fotos in deutschlands größter Programmzeitschrift “TV Hören & Sehen” und Einbindung meiner Zorse-Fotos im RTL Fernsehen.

Nicht zu vergessen ist natürlich auch, dass wir nach 6 Monaten harter Arbeit meinen ultimativen Guide der Pferdefotografie veröffentlichen konnten und der Launch ein voller Erfolg war. Das hätte ich niemals alleine geschafft – an dieser Stelle auch nochmal ein großes Dankeschön an meine persönliche Assistentin Caro, die mich bei allem so tatkräftig unterstützt.

Was hält 2020 für mich (und dich) bereit?

Nachdem das letzte Jahr sehr ruhig für mich war, bin ich mit Vollgas aus Indien zurück gekehrt. Ich habe so viele Ideen, die ich umsetzen möchte. So viele Projekte, die geplant werden. Ich habe über die letzten Jahre aber vor allem gelernt, dass nur eins im Leben sicher ist: Das nichts sicher ist. Deshalb habe ich zwar einen Plan, was 2020 passieren soll, aber bleibe offen und flexibel für unerwartete Umwege. Dennoch, hier ein paar Punkte, auf die ich mich besonders freue:

  • Nachdem wir nach 4 Jahren Fotoreisen im letzten Jahr ausgesetzt haben, wird 2020 wieder eine Reise nach Menorca stattfinden! (Hier geht’s zur Ausschreibung)
  • Wir haben bereits Daten für die Touren in die Schweiz und nach Österreich festgelegt, die wir bald bekanntgeben werden (zu erst natürlich im Newsletter) … und wer darauf wartet, dass ich in seine Region komme, kann sich natürlich jederzeit melden und wir planen eine eigene Tour!
  • Wir stecken noch mitten in der Planung der Indienreise für dieses Jahr und werden bald mit einem spannenden Programm die Ausschreibung eröffnen
  • Daumen Drücken für ein ganz tolles Projekt in Asien
  • Es geht auch in diesem Jahr wieder für eine abenteuerreiche Reise nach Schottland (Hier geht’s zur Ausschreibung)
  • Seminare mit neuen Schwerpunkten, wie zum Beispiel „Personal Branding“ und „Rewild Yourself: Kreative Fotografie“ und die Rückkehr meiner beliebten Masterclass „Mit Leib & Seele“
  • Weiterbildung! Ich habe bereits eine ganze Liste an Büchern, die ich mir für dieses Jahr vornehmen möchte und werde auch wieder eine Fortbildung besuchen
  • Wie du an diesem Artikel vielleicht gesehen hast, ist der Blog zurück in diese Hauptseite eingezogen … mach dich auf neue Blogeinträge zu vergangenen Reisen, Lieblingssessions und aktuellen Gedanken bereit!
  • Nicht nur die Website hat sich im neuen Jahr verändert, mein Logo hat es auch. Wohin das führt … wirst du in diesem Jahr erfahren oder sehen! 🙂

2020 ist erst wenige Wochen alt, aber ich weiß jetzt schon, dass es ein Kick-Ass-Jahr wird. Ich habe so viel auf Lager, es ist so viel geplant, und ich bin so bereit. Ich wünsche dir für dieses Jahr den Mut, all die Ziele zu verfolgen, die du dir gesetzt hast. Genug Mut, um auf deinen Bauch zu hören, aber deine Kopfstimme nicht ganz auszublenden. Genug Mut, um auch dann weiterzumachen, wenn Herausforderungen auftreten. Genug Mut, um das Jahr so zu gestalten, dass du am 31. Dezember 2020 sagen kannst “Hui, was für ein wildes, wunderschönes, erinnerungswürdiges Jahr dies war”.


Ist die Welt gegen dich, bist du dein größter Feind.

Ich wollte niemals viel Raum einnehmen und habe mich deshalb so klein wie möglich gemacht. Das ist bei einer Körpergröße von 1,75 m gar nicht so einfach, aber versuchen wollte ich es dennoch. Ich habe mich angepasst, mich verformen lassen, oftmals in den Schatten gestellt anstatt ihn zu überspringen, meine Worte fünf Mal überdacht bevor sie mir über die Lippen kamen. Ich wollte niemanden verletzten und obwohl ich die dramatische See als aufregend empfinde, sehne ich mich immer nach tiefer Harmonie.

Cutting off your edges won’t make you fit places, it will only make you bleed.

Dieses Verlangen nach Harmonie ist ein doppelschneidiges Schwert. Man möchte Teil von etwas werden, so sehr, dass es fast weh tut, und hat man das Ziel endlich erreicht, erkennt man sich selbst im Spiegel nicht mehr. Ich habe es zu oft gesehen – die Masken, die Menschen sich aufzusetzen, um Erfolg zu finden, um zu Gruppen zu gehören, die ihnen auf dem Weg helfen – und ich habe gesehen, was hinter diesen Masken liegt. Ich habe die Angst gesehen nicht gemocht zu werden, die Verzweiflung alleine zu sein. Ich habe sie selbst mal getragen, aber die Bürde ist mir zu schwer. Meine Schultern sind bereits beladen mit den Sorgen dieser Welt, da kann ich nicht noch dafür sorgen, ein doppeltes Gesicht zu wahren. So entschloss ich mich, loszulassen. Ich verabschiedete mich von allem, was nicht mit Leichtigkeit verbunden war. Wie bei einem Seil, an dem man zu lange zerrt, fühlte ich die Wunden erst dann, als ich das Seil los ließ. Erst dann sah ich die Verletzungen die mir zugefügt wurden, und die Verletzungen, die ich anderen zufügte. Ich begann zu verstehen, dass auch ich Menschen verletzt habe, als mein Herz verwirrt war. Das ich zu grob, zu nachlässig, zu gereizt war und manchmal nicht über meine eigene Nasenspitze blicken konnte. Diese Erkenntnis ist hart, und ich glaube, dass dies ein Grund ist, wieso viele Menschen sich weigern, ihre Masken jemals abzunehmen – sie müssten Verantwortung für sich übernehmen und sich eingestehen, dass sie Fehler gemacht haben. Doch das Leben ohne diese Barriere vor dem Gesicht und vor dem Herzen ist viel schöner. Die Luft ist reiner, die Sicht weiter, die Welt bunter. Ja, vielleicht ist der Weg zu Anfang etwas einsamer, vielleicht warten Hindernisse auf dich, die du alleine meistern musst, aber während du nach der Realität suchst, nach dem was Echt und Lebendig ist, passiert etwas wundervolles: Du begreifst endlich, was und wer tatsächlich wichtig ist. Du beginnst zu verstehen, dass selbst der größte Herzschmerz einen Grund hatte, um dich den Menschen näher zu bringen, denen du dich ohne Masken zeigen kannst. Du verstehst, dass die Wut, die du in deiner Außenwelt gesehen hast, meistens nur einen Ursprung hatte: Dich selbst. Bis du die Dämonen in deinem Inneren besiegt hast, wirst du versuchen, sie im Außen zu bekämpfen. Das, was du in dir trägst, spiegelt sich überall wieder. Wenn du glaubst, dass die Welt gegen dich ist, bist du selbst wahrscheinlich dein größter Feind. Es ist höchste Zeit, sich zu versöhnen.

Wenn unser Alltag vor allem von Verbissenheit, Konkurrenzdenken, Mangel, Stress und Wut geplagt ist – dann ist unser eigenes Herz voll davon. Auch wenn dir jemand mit diesen Gefühlen begegnet, versuche nicht zu verstehen, sondern begreife, dass diese Gefühle selten gegen dich sind, sondern oftmals gegen sie selbst.
Wir können uns nur darauf konzentrieren, Frieden in uns zu finden, denn wenn das Herz Platz macht, um die Ruhe, Akzeptanz, Dankbarkeit und Freude in sich wachsen zu lassen … was glaubst du, passiert dann mit dem Umfeld diesen Herzens?

Ich wollte wenig Raum einnehmen und mich so klein wie möglich machen. Jetzt fülle ich den Raum aus, den ich verdiene. Meine Stimme verdient es, gehört zu werden. Mein Herz verdient es, seinen Weg zum Glück zu gehen. Meine Seele verdient es, Erfahrungen zu sammeln und zu wachsen. Am Ende ist es nur noch der Kopf, den man überzeugen muss, Platz zu machen. 


Interview mit einer Pferderetterin

Manchmal überrascht mich das Universum. Möglichkeiten und Chancen erscheinen wie aus dem Nichts zu genau dem Zeitpunkt, wenn man sie am meisten braucht. Vor einigen Monaten stand fest, dass ich Ende November nach Indien reisen würde, um eine Fotoreise für einen potentiellen Workshop zu testen. Zur gleichen Zeit stolperte ich auf Instagram über einen ganz besonderen Account, der direkt zu meinem Herzen sprach: The Backwater Sanctuary

Ohne groß nachzudenken schrieb ich über ihre Website eine Anfrage. Ich wollte mehr über die Arbeit erfahren und schlug vor, ein Interview auf diesem Blog zu veröffentlichen und fragte nach einem Treffen, wenn ich in Indien sein würde. Zoha, die Gründerin der Auffangstation, beeindruckte mich gleich mit ihrer unglaublichen Herzlichkeit – das ist überhaupt nicht selbstverständlich für eine “fremde” Anfrage. Mit diesem Interview möchte ich euch diese beeindruckende Frau und ihre Arbeit näher bringen. Die Arbeit, die sie in Indien für verstoßene und kranke Pferde, Ponys und Esel leistet ist unglaublich. Ich habe das Interview nicht übersetzt, damit nichts “Lost in Translation” ist – nichts in der Übersetzung verloren geht. Ein großer Grund für diesen Blogeintrag ist, Aufmerksamkeit zu schaffen. Nicht nur für das Leid der Tiere auf dieser Welt, sondern vorallem für die Menschen, die alles opfern – Zeit, Geld, Nerven, Ressourcen – um diesen Tieren zu helfen. Das sind die Menschen, die unsere Welt zu einem besseren Ort machen. Wenn ihr Zoha und ihre Helfer unterstützen möchtet, wenn euch das folgende Interview gefallen hat und ebenfalls euer Herz berührt – zeigt es! Teilt es auf Facebook, auf Instagram … schafft Aufmerksamkeit und Bewusstsein – und vielleicht habt ihr sogar einen Euro übrig, um ihn hier auf ihrer Website (www.thebackwatersanctuary.com) zu spenden.

Ich freu mich darauf, Zoha und die Mitwirkenden der Auffangstation in wenigen Wochen auf meiner Indienreise persönlich kennenzulernen und eine Reportage über ihre Auffangstation zu machen. Dies ist ein Weg, den ich zukünftig öfter einschlagen möchte, und ich kann mir nichts besseres vorstellen, als diesen Schritt bei Zoha zu beginnen. Aber jetzt genug – viel Spaß mit dem Interview! Ich bin mir sicher, euch inspiriert diese Frau genauso sehr, wie mich.


Das Interview:

Let’s start with an introduction – who are you and how did you become the founder of a Rescue Sanctuary for horses and donkeys – The Backwater Sanctuary – in India?

Funny story! I’m actually from the Royal Families of Bhopal, Pataudi and Hyderabad in India. More importantly, I work in my family business, my father and brother own and run wildlife resorts in South India. We also run safari operations in East and South Africa (with our own camps in Tanzania). Growing up in the jungles of India and Africa, I was always surrounded by wildlife and so naturally developed a deep love for animals. I do have a special fondness for equines though and finally decided to do something with it.
I founded this sanctuary in hope to rescue as many abandoned / neglected equines as I can possibly manage, given monetary and land limitations. This in my personal project, funded entirely by me and my husband (whatever little we can afford) and with the help of my few amazing followers!

Why did you specialize in horses, ponies and donkeys?

We had a couple of ponies in our first wildlife resort that I used to ride and take care of when I was little. Later on, when I was about 7 years old, I took up horse riding. So for as long as I can remember I’ve been around equines and have had plenty of opportunities to bond with them from a young age. I guess that developed into a passion and now here we are 🙂

Did you always want to open a sanctuary or did the idea came up along the way?

It all started with Tsavo, my first horse. He came to us out of the blue (our manager brought him to camp one day). He was extremely battered and unkept but he was (and still is) the sweetest most gentle horse I’d ever met. I instantly fell in love and over time we developed a very special bond. Watching him transform, both emotionally and physically, into the absolute beauty that he is today was overwhelming in the best possible sense. It soon became clear that this is what I wanted to do. Needless to say I’m lucky enough to have a family that runs wildlife resorts with plenty of spare land that I could use. It’s the only way I could have taken this forward.

Where do your rescued animals come from? What kind of rescues to do have?

The Sanctuary is relatively new (we only started in March this year). At the moment we have 15 rescues including 5 horses, 4 donkeys, 5 ponies and a brand new filly!

Tsavo, my first rescue, a thoroughbred gelding, was a race horse in Mangalore (about 200 km away). As you know, once horses are retired from the races they become almost worthless. He was sent to a local riding school where he was badly neglected and abused. When he arrived at the sanctuary he was severely underweight and covered in all sorts of wounds. Now he’s unrecognisable. 🙂

The four other horses, Boris, Hannibal, Africa and Zelda were also race horses. They were bought by a rich family who clearly knew nothing about horses and were kept in the worst possible conditions. They were locked in their stable for days on end with no food, water or exercise. They were so starved and malnourished that they even got into a habit of eating their own poo.
They were rescued from a farm house in Shimoga (nearly 300 km away) on August 23rd. We’re still treating their wounds and have started them on the proper required horse feed. They should be healthy and gorgeous in no time!

Our first pony, Savannah, used to be a cart pony close to Mysore, not too far from us. She was so badly mistreated/abused and came to us in such an awful state I honestly didn’t think she would survive. She’s a little fighter though and with Tsavo by her side she somehow pulled through. She’s doing beautifully now at the sanctuary.

LegStump, our first donkey rescue and the most adorable little sweetheart, was rescued from the local village just 5 km away. I was on my way back to the city and I saw him hobbling on three legs on the side of the road, absolutely miserable. His front right hoof had been melted nearly clean off when he accidentally stepped in a pool of burning plastic. When I first approached him he shoved his face right into my hands and that was that – he came home with us that evening.

Similarly, I found our other 3 donkeys (Luigi, Peach and DonkeyKong) abandoned on the side of the highway about 50 km away. With the illegal trade of donkey hide booming in China (their skin is used to make medicine) abandoned donkeys here, like these three, are at risk of being stolen only to be killed and skinned.

Frodo, our second rescue pony, has a broken and badly deformed leg (though that doesn’t slow him down at all!) He was found on a main road in Tamil Nadu (a neighbouring state) by another rescue organisation. We were asked to foster him for a few months until they set up their own shelter for large animals, after which he’ll return to them. He’s brilliantly happy at the sanctuary now, already inseparable from the new horses and causing havoc with the mares! He’s clearly over ambitious and desperately needs to be gelded.

Lastly we have Sawyer, Pickett and Piper, our newest rescues. I was back in the city when I got a call from a friend about an abandoned little pony on the side of the road. Of course we went over immediately. Turns out the poor sweetheart was blind in one eye and very skittish around people and could have at any moment bolted into oncoming traffic. After further investigation we found the owners, a couple of kids, who kept a whole bunch of other ponies in a filthy makeshift stables on the side of the road. They were obviously very unkept and constantly chased after by other kids who would throw rocks and stones. That’s how Sawyer lost his eye. I would have taken all if I could, but the boys refused. We did manage to convince them to sell us Sawyer (the blind pony), Piper (she was pregnant and we refused to leave her there) and Pickett, the weakest of the lot. We kept them in our house in the city until we could sort our transport and a paddock for them at the Sanctuary. They’re now all safe and sound and Piper has even given birth! Due to her poor upkeep in the past, the foal was born premature. After lots of love and care though we now have a very healthy, very adorable little filly, Amelie!

How did the current flooding situation affect you / the animals of the region?

Fortunately, we’re located just outside the flood zone so aside from heavy monsoon rains, we’re okay. I can’t say the same for areas close by however. Kerala and Coorg have been hit pretty badly, with over a million people displaced. I can’t even imagine the situation with the poor animals. Unfortunately many pet owners have abandoned their pets, leaving them behind in flooded houses with no food and clean water. The local animal welfare organisations have helped rescue and relocate most of the dogs and cats. We have put out word that our doors are open to any equines or even cows that are affected by the floods and are in need of temporary shelter. We’re currently on stand by for potential rescues.

How many animals do you and your volunteers currently take care of?

It’s mainly just me at the moment taking care of the animals, my volunteers come and go. I do of course have a care taker who feeds and grooms the animals when I’m not around and I’m currently in process of hiring a permanent manager for the Sanctuary. In total we care for 5 horses, 4 donkeys and 6 ponies. Not to mention the 20+ cats and 2 stray dogs that we’ve adopted. We also care for other strays that sometimes wander in and out of camp.

Will you keep the animals after they got better, do you search for new homes or what are your plans?

These 10 rescues will remain with me forever. We’ve got the space and resources to care for them and I’d rather they stay here with me where I can keep a close eye at all times. They’ve been through enough already and deserve a quiet retirement. (Also, I’m quite attached now so I would be heartbroken if I had to give them away!) 

Any new rescues now onward however will have the option to be adopted, in order to make room for more rescues later on. We will of course keep them for as long as it takes bring them back to health and then choose very carefully who they go to.

Foto: Ashish Parmar

If someone wants to support your sanctuary, what are the ways to do so?

First and foremost, spread the word! Through our sanctuary and our rescues we hope to increase awareness on the level of abuse of equines in India. That’s the first step in fighting for equine welfare. 

Of course you can also contribute in the form of donations and sponsorships, which is how we fund our operations. For more details on that you can visit our website: www.thebackwatersanctuary.com


On your instagram account you said the pony Savannah was the most difficult rescue so far – tell us why.

Savannah’s rescue was traumatic.
She was owned by the cruelest of men, who had beaten her silly and worked her to the ground. She’s an elderly pony too, pushing 20 years now, which made the recovery process even harder.
She arrived at the Sanctuary on 25th March 2018, at 2 am. They had deliberately brought her in late at night to try to hide the hideous state she was in. While transporting her to us, instead of having her stand (as they usually do) on the back of a trailer, she was roped down tightly on her side, unable to move at all, for 6 long hours on bumpy roads. She had bitten down hard on her tongue from all the pain and stress, which caused an unusual swelling in the back of her tongue. As a result she found it difficult to eat solid food or graze at all. We kept her going on mashed carrots, beans and rice (yep, rice!) mixed into a paste with water and electrolytes, which she just about managed to swallow. After a week or so the swelling subsided and we upgraded her to horse feed (oats and bran) which was new to her (the previous owners would feed her their leftover human food). She loved it. Within a month she was already much better. 

When she arrived her left eye was swollen the size of a baseball and completely bruised black and blue. She couldn’t open it at all. Her front left leg was swollen and leaking puss from an untreated infected wound (what looked like a fat nail that had pierced her more than an inch deep). She was in a world of pain and too weak to stand for the first few days. The wound on her leg took about two weeks to heal (we must have drained a gallon of puss from it) and she only started walking normally again, with no limp, about a month later. It took a barrel of emotional strength, from us and her, to get her to pull through. Tsavo, our beautiful gelding, also helped with moral support and is probably the reason she recovered so quickly! The two are now inseparable.

What was your most rewarding moment in the sanctuary so far?

Watching Savannah transform into a happy and healthy pony, I guess. All the recoveries have been infinitely rewarding in their own ways!

You are also the Executive Director of The Bison Resort – this sounds like a full-time job, how do you manage to find time for the rescues?


I stepped down from ED after starting the sanctuary 😬 I am still very involved in the family business. My rescues are first priority now of course, I don’t leave their side for the first month or so until they’re completely settled. We do have a lot of down time when the animals have recovered fully and have a routine going. That’s when I jump into helping out wherever I can with our resort here, The Bison Resort, as well as our safari operations in Africa (Africa under Canvas).

If you had one wish – what would you use it for?

More land, more rescues!

What do you think must happen so people would treat animals with more respect?

First and foremost spreading awareness on how animals are so badly mistreated. This should hopefully evoke empathy towards them and encourage change. Also the people who often neglect and abuse their animals need to be called out and the rest of us need to come together to fight against any kind of work that involves animal abuse/neglect.

Do you have any further plans for the sanctuary?

Indeed! I’m working on opening a second sanctuary where we have some unused land close by. All 12 acres will be solely dedicated to the sanctuary and our rescues. 


What are your wishes and hopes for the future?

That we grow enough to take in any abused/neglected equines that need a home. The ultimate goal is to have enough space to never have to say no to any potential rescues!

If there is anything you would like to be said – you can add it here.

Thank you for doing this!!


(You want to help? Share the interview, tell your friends about her work, follow the Sanctuary on Instagram, sponsor a rescue or donate on their Website!)

Du möchtest aktiv werden und Zoha helfen? Teile dieses Interview, erzähle deinen Freunden von ihr, folge ihr auf Instagram, übernehme ein Sponsoring für ein Tier oder spende einen Betrag auf ihrer Website!

Weites Land in Dänemark

Wir saßen unter dem „Sacred Scratching Tree“ und genossen die warmen Sonnenstrahlen, die sich nach dem kalten dänischen Wind wohltuend auf unsere Gesichter legten. Vor wenigen Stunden noch waren wir uns völlig fremd, sprachen nun aber schon miteinander, als würden wir uns seit Jahren kennen. Das zeigte sich nicht nur in den Gesprächen, sondern auch in dem friedvollen Schweigen. Wir schauten den Pferden still aus der Ferne dabei zu, wie sie ihre bekannte Route einschlugen und irgendwann vom hohen, gelben Gras verschluckt wurden. Keiner sprach ein Wort, aber uns allen lag ein Lächeln auf den Lippen. Ab und an lugte eine Ohrenspitze hervor. Ein Windstoß brachte die langen Grashalme dazu, wie samtige Wellen im Meer zu tanzen. Ein Schnauben drang aus der Ferne an unsere Ohren. Wenn es einen Himmel gibt, dann habe ich ihn gefunden, dachte ich.

Ein junger Körper mit einer alten Seele

Seit vielen Monaten folge ich Sophie auf Instagram. Ich habe sie entdeckt, als eine Freundin einen ihrer Beiträge teilte, in dem sie über das natürliche Zusammenleben mit Pferden und artgerechte Haltung sprach. Ich verlor mich sofort in ihren Bildern und Worten. Ich verlor mich in ihrer ganzen Philosophie und konnte mich so sehr mit ihren Gedanken identifizieren.

Sophie wohnt in Dänemark, ist 21 Jahre jung und teilt in ihrem Blog und Instagram ihre Erlebnisse mit ihren beiden Pferde Torrin und Alvaro. Ihre Art, die Welt zu sehen, sich der Gesellschaft entgegen zu stellen und ihrem Herzensruf zu folgen, hat mich von Beginn an fasziniert.

Alvaro und Torrin leben auf 40 Hektar freiem Land. 40 Hektar, das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Ihnen fehlt es dort an nichts. Sie haben eine große Grassteppe, Hügel und Wald, einen Tümpel, Buschland, verschiedene Untergründe und für den Notfall auch einen richtigen Unterstand. Den benutzen sie aber ziemlich selten, hat mir Sophie gleich am Anfang erklärt. Eine kleine Eisenbahn (für Touristen der Gegend) fährt ab und zu durch das Gebiet, was die beiden Pferde aber überhaupt nicht stört.

Ich ging nicht zu Sophie, weil ich fotografieren wollte. Das war nicht meine oberste Priorität. Ich wollte sie einfach kennenlernen, sie und ihre Pferde leibhaftig erleben und über ihre Haltungsphilosophie lernen. Ich fühlte mich durch Social Media irgendwie mit ihr verbunden und es schien, als hätten wir eine Menge gemeinsam. Ich versuchte, meine Nord-Deutschland-Tour auszudehnen und Dänemark mit in die Route aufzunehmen. Als Sophie diesem Treffen zustimmte, hüpfte mein Herz wie an Weihnachten.

An den Tagen vor unserer Begegnung und besonders auf der Hinfahrt zwang ich mich, meine Erwartungen runter zu schrauben. Als Fotograf ist das oftmals sehr schwierig – man will ja eigentlich immer und überall die Kamera dabei haben und bloß keine spektakuläre Lichtsituation verpassen. Aber ich wollte mein Alter-Ego einmal zur Seite schieben und einfach Mensch sein. Fan-Girl durch und durch.

Wir entschlossen uns dazu, den ersten Abend rein zum Kennenlernen zu nutzen. So konnte sie mir in Ruhe ihre beiden Jungs vorstellen, das Gelände zeigen und wir könnten einfach ein bisschen miteinander quatschen. Schauen, ob die Chemie stimmt. Die Kamera hatte ich trotzdem dabei, denn man weiß ja schließlich nie, was passiert. Wie sich herausstellte, war das auch eine sehr gute Idee.

Als wir zu Beginn den Hügel hinauf liefen und die Pferde das erste Mal in unser Sichtfeld traten, konnte ich es gar nicht glauben. Die Fotos und Videos, die ich ständig auf Social Media betrachtete, waren nun plötzlich Realität und direkt vor mir. Und wie so oft war die Realität viel schöner als die virtuelle Welt.

Sophie stellte mir Torrin und Alvaro vor und erzählte mir ein bisschen von ihrer Geschichte. Wie sie zu beiden kam, welche Erlebnisse sie miteinander verband, und was sie für einen Charakter haben. Beide sind sehr unterschiedlich, und haben doch viele Gemeinsamkeiten. Torrin ist ein Highland Pony und sehr genügsam. Er erinnerte mich an die Ponies, die Malin und ich in Schottland trafen. Er hatte denselben Blick wie sie und eine wilde und raue Aura schwebte um ihn. Sein Gegenstück ist Alvaro. Der PRE Wallach ist sehr aufgeweckt, neugierig, und möchte immer mitten drin sein. Man sieht bei den beiden gewisse Parallelen zu einem alten Ehepaar.. Auch in dem, wie sie miteinander umgingen. Ein inniges Gespann, was sich vertraut, sich gegenseitig hilft und liebt, aber auch manchmal aneckt. So, wie es eben auch sein sollte – Ying und Yang.
Sophie war die perfekte Balance zwischen ihren beiden Pferden. Sie hatte das aufgeweckte und neugierige von Alvaro, aber strahlte dieselbe Ruhe aus wie Torrin.

Wir beendeten den großen Rundgang unter dem „Sacred Scratching Tree“, ein Baum auf einem Hügel, der sich aufgrund seines Wachstums perfekt zum Kratzen für die Pferde eignete. Dort saßen wir eine halbe Ewigkeit, sprachen über alles und nichts. Über die Gesellschaft und ihren sozialen Druck, über unsere eigenen Wege, Erlebnisse und Erkenntnisse .. und manchmal sprachen wir auch gar nicht. Dann genossen wir einfach die Aussicht auf die Pferde, beobachteten sie dabei, wie sie ungestört von Mensch und Zäunen durch die weite Graslandschaft wanderten. Zufrieden. Im Einklang mit der Welt.

Gegen Abend entschlossen wir uns dazu, zu ihnen zu gehen. Und als wäre all das ein Zeichen gewesen, entwickelte sich der Himmel plötzlich zu einem phänomenalen Farbenspiel. Von dunkelblau bis hin zu gleißenden Feuerfarben war alles dabei und ließ mein Fotografenherz höher schlagen. Wir fotografierten die Pferde gänzlich ohne Zwang und Erwartungen. Generell achte ich darauf, Pferden bei Fotosessions niemals meinen Willen aufzuzwingen. Wenn ich sehe, dass ein Pferd keine Lust hat zu rennen, dann muss es das auch nicht tun. Deshalb siehst du bei all den Fotos nur ein einziges in einer anderen Gangart als Schritt – aber das macht die Fotos nicht weniger wertvoll. Es ist wichtig, mit den Pferden in einer Einheit zu arbeiten. Man fotografiert ja schließlich nicht nur die oberflächlichen Erscheinungen, sondern vor allem die Gefühle, die in der Luft liegen und versucht die Einzigartigkeit des Charakters in ein Lichtbild zu projizieren. Gefühle brauchen Raum und müssen schwingen können. Als ich davon abließ, die Pferde in ein vorgedachtes Motiv, in eine gewisse Vorstellung zu pressen, fügte sich plötzlich eins zum anderen. Plötzlich machte Alvaro perfekt mit, hatte Spaß daran, mit Sophie ein paar Motive zu inszenieren oder schenkte mir ganz von sich aus einige innige Momente.
Ich kann das Gefühl kaum beschreiben, das Pferde mir geben, wenn es scheint als würden wir uns in einer Art Kommunikation befinden. Manchmal spreche ich meine Wünsche und Hoffnungen für ein Motiv in Gedanken aus … und Pferde reagieren darauf. Wie durch Zauberhand. Nenn es Zufall, nenn es Glück – ich nenne es Magie. Ich bin fest überzeugt, dass es zwischen Erde und Himmel mehr gibt, als wir sehen oder anfassen können. Wo genau diese Kommunikation sich platzieren und erklären lässt, weiß ich nicht. Aber der nächste Morgen sollte mich in dieser Annahme, dass es eine unsichtbare Kraft zwischen Mensch und Pferd gibt, nochmal bestärken.

Sehen und Fühlen

Ein weiterer großer Punkt, warum ich Sophie kennenlernen wollte war die heilende Energiearbeit, die sie mit ihren Pferden betreibt. Ich selbst beschäftige mich seit einiger Zeit mit der energetischen Heilarbeit und bin unheimlich neugierig, was dieses Thema betrifft. Natürlich kann man solche Momente nicht erzwingen und ich rechnete nicht damit, dass ich überhaupt die Chance habe, es live zu sehen, aber tatsächlich bekam ich genau dazu die Chance.

Sophie erzählte mir, wie Pferde ihr zeigen, wo sie behandelt werden möchten. Aber was genau kann man mit Energie heilen, bzw. für was sind solche Einheiten geeignet? Ein klassisches Beispiel wären Verspannungen, Blockaden, Juckreize, Schwellungen, Entzündungen und allerhand andere Weh-Wehchen, bei denen viel zu oft ein chemisches Mittel zur Bekämpfung eingesetzt wird.

Wenn Torrin oder Alvaro eine Stelle haben, die sich Sophie näher annehmen sollte, kommen sie zu ihr und zeigen ihr, wo sie ihre Hände auflegen und ihre Energien fließen lassen soll. Wenn man es so erzählt, klingt das recht wage und unglaubwürdig. Selbst für mich, die an solche Kräfte glaubt, ist es immer schwierig gewesen, so etwas zu visualisieren. Bis ich es endlich gesehen habe.

Am Morgen nach unserem ersten Treffen sind wir abermals zu den Pferden gegangen. Sie standen diesmal am Eingangstor, es war kurz vor Mittag, und beide grasten gemütlich. Alvaro war wieder sehr neugierig, beschäftigte sich mit uns, war aufgeweckt und wollte unterhalten werden. Torrin hielt sich wie am Vortag im Hintergrund auf, genoss die Ruhe, fraß gemütlich und begrüßte uns nur kurz. Als wir alle zur Ruhe kamen – wir saßen auf einem abgestellten Bauern-Anhänger und Alvaro widmete sich auch wieder dem Grasen – entschloss sich Torrin plötzlich dazu, zu Sophie zu gehen.

Es dauerte ein paar Minuten, in denen er immer wieder neben ihr stand, einen Schritt vor und zurück machte, sich wiegte und sie ihre Hände an verschiedenen Körperstellen auflegte. Sie beobachte ihn und seine Reaktion ganz genau, und so arbeitete sie sich Stück für Stück zu der Stelle vor, wo er sie haben wollte. Schließlich landeten ihre Hände an seinem Genick und verweilten dort. Plötzlich interessierte sich Torrin nicht mehr für all die Fliegen, die um seine Nase schwirrten, ließ sich nicht von Spaziergängern ablenken, sondern schien vollends in sich vertieft. Als Zuschauer hatte man plötzlich Angst, ein lautes Geräusch zu machen, man hätte eine Feder zu Boden fallen hören können. Seine Unterlippe fing an immer tiefer zu hängen, er schloß die Augen leicht … und plötzlich, in absoluter Symbiose, atmeten Sophie und Torrin gleichzeitig ganz lang aus – als wären sie ein und derselbe Körper. Die Wirkung dieses Moments war so groß, dass selbst ich einen langen, entspannten Atemzug ausstieß. Die Behandlung dauerte noch ein paar weitere Minuten an, in denen für den augenscheinlichen Betrachter nicht mehr geschah, als das ein Mädchen ihre Hände auf den Hals eines Pferde auflegte.
Dann, als hätte jemand einen Schalter umgelegt, entschloss Torrin, dass es genug war. Er machte einen Schritt zurück, Sophie wich von ihm. Er gähnte mehrfach. Ohne großartig nach einer passenden Stelle zu suchen, legte er sich ab. Einfach so. Er knickte die Beine, rollte sich zur Seite, zutiefst entspannt und losgelöst. Wow.
Sophie setzte sich neben ihn, rückte näher, und legte ihre Hände abermals auf, diesmal an der äußeren Schulter. Auch dort verweilte sie, während Torrin ihre Behandlung genoss und in sich aufsaugte. Nach ein paar weiteren Minuten setzte sich Sophie wieder in Abstand hin und genoss die Zweisamkeit. Mittlerweile hatte ich die Kamera in der Hand und fühlte mich bereit dazu, Fotos zu machen. Vorher hatte ich Angst, diesen Moment zu stören und wollte mit dem Klicken nicht dazwischen funken. Obwohl ich in einigen Metern Abstand saß, schaltete ich meine Kamera auf den Silent-Modus, damit der Auslöser so leise wie möglich war. Für mich war er immer noch zu laut – plötzlich fühlte sich alles so viel intensiver an.

Während ich diese Zeilen schreibe, habe ich schon wieder Gänsehaut. Besonders der Moment, in dem beide synchron ausatmeten, schien so intim und voller Magie, wie ich es selten zuvor erlebt habe.

Ich würde mich als einen spirituell interessierten Menschen bezeichnen. Ich glaube an vieles und interessiere mich für sehr verschiedene Dinge – ich glaube an den Mond und die Sterne, ich glaube an eine höhere Kraft, egal ob man sie Gott, Universum, Schicksal oder sonst wie nennen möchte. Ich glaube daran, dass es mehr gibt, als wir sehen und anfassen können und ich glaube daran, dass alles, was wir tun, einem höheren Zweck in dieser Welt dient. Auch dann, wenn wir ihn vielleicht noch nicht sehen können. Und bis zu dieser Begegnung dachte ich auch, ich würde an Energie und ihre Heilkräfte glauben. Aber ich kam zu der Erkenntnis, dass man es nicht richtig glauben kann, nicht aufrichtig und wissentlich begreifen kann, wenn man es nicht selbst erlebt hat.
Ich dachte ich wüsste, was Energiearbeit in uns bewirken kann. Ich dachte ich wüsste, wie sie funktioniert, was sie auslöst, und was sie verändert. Aber Tatsache ist: Ich wusste es bis dahin nicht. Die Praxis ist so viel mehr, als die Theorie beschreibt. Es war genau so, wie ich es mir ausgemalt habe, und doch ganz anders. Es war, als würde mein Körper zu mir sprechen und sagen „Schau, was in uns steckt. Sieh es dir an, was wir bewirken können. Du bist Energie. Wir alle sind Energie. Wir alle sind eins. Komm nach Hause.“

Nach Hause kommen

Komm nach Hause. Ein Satz, der während meines Treffens mit Sophie sehr oft in meinem Kopf schwebte, als würde meine innere Stimme immer lauter werden. Ich gab dieser Stimme nach und beschloss, dieses wunderbare Erlebnis in meinem Herzen zu tragen. Und noch viel mehr: Ich würde von nun an wieder viel mehr meinen eigenen Impulsen vertrauen. Meiner Intuition. Denn schließlich ist das auch nichts anderes, als pure, zielgerichtete Energie.

Und so war mein nächster Impuls, meine Reise zu verlängern. Anstatt den Weg nach Hause anzutreten, machte ich das, was mein Bauch mir sagte. Ich nahm mein Handy in die Hand, öffnete Malins Chat und fragte sie, ob sie am nächsten Tag irgendwas vor hätte. Spontan, verrückt, ja, ziemlich verrückt. Denn von dort wo ich war, trennten mich noch 4 weitere Stunden Fahrt zu ihr nach Schweden. Aber es fühlte sich plötzlich nicht nach sehr viel an. Diese weite Fahrt waren es mir wert, sie in Öland zu besuchen. Mein Impuls war richtig. Die Zeit in Schweden sollte eine Verlängerung für meine innere Stimme sein. Ein Verstärker und vielleicht auch ein Wegweiser. Aber das ist eine Geschichte für einen anderen Artikel.

Sophie – eine unglaublich feinfühlige und offene Person. Es ist mir immer noch schleierhaft, wie ein so junges Mädchen so eine tiefe Weisheit über den Umgang mit der Welt hat. Ihre Gedanken, ihre Ansichten, ihre ganze Philosophie zeugt von einem tiefen Verständnis für die Gesamtheit  und die Wichtigkeit der Natur. Ihr Umgang mit Pferden ist intuitiv, gefühlsgelenkt, aber nicht zu emotional. Sie ist aufmerksam, ruhig, und respektiert die Natur des Pferdes wie kaum jemand anderes.
Sie ist kein typisches Pferdemädchen, das auf die Wiese geht, sich ihren Lieblingen um den Hals wirft und mit ihnen spielt. Vielmehr beruht ihre Beziehung auf einer Wahrheit, auf einen respektvollen und gleichsam sehr herzlichen Umgang. Man kann eben doch beides sein. Pferdemädchen und Analystin. Heilende und Suchende. Man kann loslassen und trotzdem etwas dazu gewinnen. Genau so, wie es Sophie mit Alvaro und Torrin gemacht hat. Sie hat ihnen die Freiheit gegeben, und das hat sie nur noch näher zueinander geführt.


Im Bann der Highlands (I.)

Ich lag unter meinem Dachfenster im Bett, kuschelte mich in die warme Decke ein, drückte die heiße Tasse Tee näher an mich und schaltete Netflix ein. Sonntag im November – ein Tag zum Faulenzen, ein Tag zum Träumen … und der Tag, an dem die Reise begann.
Bereits seit einigen Wochen habe ich eine Serie immer wieder neu gestartet, durchgesehen, neu gestartet, durchgesehen … Es war Outlander. Die optimale bing-worthy TV-Show. Die Story fesselte mich, keine Frage. Aber viel mehr noch waren es die Landschaften und das Feeling der Freiheit, das durch die Serie transportiert wurde. Diese herrliche raue Gegend, der Regen, die Winde, die Unbeugsamkeit, die Weite, die Möglichkeiten … Und das war der Moment. An diesem Sonntag in meinem Bett im November, als ich zu meinem Dachfenster hochblickte, auf dem die Regentropfen laut trommelten, beschloss ich: Ich will dahin. So schnell wie möglich. Auch, wenn es Winter ist.

Ich fand außerdem, dass es die perfekte Möglichkeit für eine kleine Auszeit ist. Ich alleine, irgendwo in den schottischen Highlands. Ja, das konnte ich mir gut vorstellen. Das Jahr war turbulent, geschäftlich anstrengend und emotional verworren, meine Gedanken immer noch am kreisen. Da kommt Schottland doch wie gerufen. Irgendwie kam dann doch alles anders, denn Malin Wengdahl aus Schweden (von der auch das Titelbild stammt) schrieb mich an, als sie von dieser Idee hörte, und irgendwie … passte es. Wir hatten bei unserem Treffen im Mai (2017) eh schon überlegt, mal gemeinsam loszuziehen. Und so beschlossen wir, diese Auszeit für uns beide zu nutzen. Sie kam für jeden von uns zur richtigen Zeit.Ich fand außerdem, dass es die perfekte Möglichkeit für eine kleine Auszeit ist. Ich alleine, irgendwo in den schottischen Highlands. Ja, das konnte ich mir gut vorstellen. Das Jahr war turbulent, geschäftlich anstrengend und emotional verworren, meine Gedanken immer noch am kreisen. Da kommt Schottland doch wie gerufen. Irgendwie kam dann doch alles anders, denn Malin Wengdahl aus Schweden (von der auch das Titelbild stammt) schrieb mich an, als sie von dieser Idee hörte, und irgendwie … passte es. Wir hatten bei unserem Treffen im Mai (2017) eh schon überlegt, mal gemeinsam loszuziehen. Und so beschlossen wir, diese Auszeit für uns beide zu nutzen. Sie kam für jeden von uns zur richtigen Zeit.

Ich bin kein großer Planer. Besonders dann nicht, wenn es nicht viel zu verlieren gibt. Wir haben vorher 2x geskypt und überlegt, wie viel Geld wir wohl bräuchten, was jeder von uns unbedingt sehen möchte und wie die Route ungefähr aussehen würde. Das war’s. Das einzige, was wir neben den Flügen im Voraus buchten, war das schottische Cottage auf der Isle of Skye, wo wir einige mehr Tage verbringen wollten. Alles andere blieb offen. Pferde wollten wir eigentlich nicht unbedingt suchen. Aber tatsächlich haben sie dann eher uns gefunden … aber dazu später mehr.

Let’s start in Edinburgh

05. Januar. Mein Flug landete zu erst, und so wartete ich ca. 1 Stunde auf Malin, die aus Schweden angereist kam. In dieser Zeit schoss mir natürlich einiges durch den Kopf. Würde das so klappen? Finden wir auch wirklich immer eine Unterkunft? Was, wenn das Wetter furchtbar wird? Die Zweifel, die auch meine Eltern wegen des Wetters geäußert hatten, wurden immer heftiger. Was, wenn Blitzeis-Gefahr ist oder wir eingeschneit werden? Was, wenn es nur regnet und man kaum etwas unternehmen kann? Aber auch hier wurde ich später eines Besseren gelehrt und es zeigte sich wieder, dass diese sorgenvolle Stunde eigentlich umsonst war.

Gemeinsam mit Malin suchten wir unseren Car-Rent-Service im Airport auf und machten uns dann direkt auf dem Weg in die Stadt. Im Linksverkehr. Für mich kein großes Thema, das kannte ich schließlich schon aus Namibia … allerdings waren die Straßen da größer (und staubiger) … und weniger befahren. Aber auch den Weg in die Stadt meisterten wir, während Malin auf dem Beifahrersitz ein Bed & Breakfast raussuchte. Schon vorher wurde mir von vielen Leuten empfohlen, spontan nach Unterkünften zu suchen. Im Winter ist das kein Problem und so würden wir sehr flexibel sein.

Unser B&B war relativ nah an der Innenstadt und so beschlossen wir uns abends zu Fuß auf den Weg zu machen, um die Stadt zu erkunden. Das Wetter zeigte sich von seiner schottischen Seite und war genau so, wie ich es erwartet (und befürchtet) hatte: kalt, verregnet, windig. Aber entgegen meiner Erwartungshaltung war das gar nicht so schlimm. Es war wunderschön. Das Wetter schmeichelte der Architektur und all den übergebliebenen Weihnachtsbeleuchtungen, es legte eine gemütliche Atmosphäre auf die Stadt und so fühlte man sich auch eher dazu verleitet, Gebäude zu betreten und zu erkunden. Ich kaufte eine heiße Schokolade an der Edinburgh Castle, wir staunten über die Schönheit der St. Giles Cathedral, durchliefen verwunschene kleine Gassen und stiegen den matschigen Weg hinauf zum Dugald Stewart Monument, wo wir einen Blick über die gesamte Stadt bei Nacht hatten. Wir holten uns einen Snack im Elephant House Café, saßen neben dem Tisch, wo J. K. Rowling einige Seiten ihrer ersten Harry Potter Bücher schrieb und ich betrat dort wohl das coolste WC der Welt – die Wände vollgeschrieben mit Nachrichten von Potterheads.

Am nächsten Tag fing unsere Reise richtig an – es ging in Richtung Norden. Da Outlander uns beide zu dieser Reise inspiriert hat und wir ziemliche Fans sind, wollten wir natürlich einige Film- und Drehorte besuchen. So stand Falkland als erster Stopp an (Falkland stellt in der Outlander Serie Inverness nach dem 2. Weltkrieg da). Plötzlich war das Wetter voll auf unserer Seite. Blauer Himmel und gleißender Sonnenschein machten die Temperaturen um den Nullpunkt zum perfekten Roadtripwetter. Auf dem Weg in den Cairngorms National Park stießen wir auf den ersten Schnee, der links und rechts von der Straße lag und sahen einige Schneewolken am Horizont .. aber immer noch – blauer Himmel über uns. Wir beschlossen in Aviemore zu halten um zu übernachten. Wir fanden ein tolles B&B, das genau so war, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ein Aufenthaltsraum mit Kamin, vor dem wir den ganzen Abend saßen, dem Knistern zusahen, in unsere Bücher vertieft … die Zeit flog, fast surreal. Erstaunlicherweise hat fast jedes B&B eine vegane Option zum Frühstück, ist das zu glauben? Die McCartneys haben Lindas Philosophie geehrt und eine tolle vegane Fleischalternativ-Marke erschaffen, die dort wohl ziemlich angesagt ist. So konnten wir eigentlich alles essen, was jeder andere normale Schotte auch zum Frühstück isst … nur eben in vegan oder vegetarisch.

Auf in den Norden

Unser Weg führte uns nun noch weiter nördlich, zu dem Ort, auf den ich mich mit am meisten freute: Inverness und das Battlefield of Culloden. Wir besichtigten das Culloden Museum, das vielseitig und detailliert den ganzen Lauf des historischen Ereignisses darstellte. Anschließend betraten wir das Battlefield mit diesem gehemmten und ehrfürchtigen Gefühl in uns, dass das Museum hinterlassen hat. Empfangen wurden wir immer noch von Sonnenschein, aber da wir noch weiter im Norden waren, hatten wir mittlerweile Minustemperaturen, die sich anfühlten wie -20°C (was natürlich nur -5°C war).
Aber diese Kälte war nichts im Vergleich zu der Gänsehaut, die mir dieser Ort gab. Mit dem Wissen, wie viele Clans hier zerstört wurden, wie viele Menschen ihr Leben für eine Überzeugung ließen und auf welche brutale Weise sie starben, konnte man nicht anders als diese schwere Energie in sich zu spüren. Als würden immer noch Geister unzähliger Schotten und englischer Soldaten über diese endlosen Grasflächen des Moores gleiten. Was mich besonders rührte, waren die frischen Blumen, die an vielen Clan-Steinen lagen. Natürlich besonders viele am Clan-Fraser-Stein, aber auch an denen, die in der Serie keine Rolle spielten. Es war wundervoll zu sehen, dass es noch so vielen Jahrhunderten (Das Battle of Culloden fand 1746 statt) immer noch Menschen gab, die so ihrer Liebe für vergangene Angehörige Ausdruck verliehen oder ihren Respekt gegenüber den gefallenen Menschen zollten. Aber diese drückende, wenn auch faszinierende Stimmung, die konstant über dem Moor hing, werde ich niemals vergessen.

Wir besuchten anschließend einen Steinplatz, denn Craigh na Dun (Outlander) war ein fiktionaler Ort, aber dennoch wollten wir einen Steinkreis sehen oder zumindest etwas, was dem am nächsten kam. So landeten wir beim Balnuaran of Clava. Dort gab es eine zeremonielle Grabstädte, das “House of the Dead”, einige Steinplatten in verschiedensten Größen .. und auch wieder diese unbeschreibliche Energie, als könnte man sie anfassen, festhalten und mitnehmen.

Am Mittag entschieden wir uns dann, ein Stück weiter rauszufahren, um wirklich jede Minute zu nutzen, die wir haben. So fuhren wir von Inverness zu Loch Ness und zur dazugehörigen Burgruine Drumnadrochit. Was nach einer weiten Strecke klingt, ist in Wirklichkeit nur eine 30-minütige Autofahrt … Plus die vielen Stopps, die wir an verschiedenen Aussichtspunkten von Loch Ness gemacht haben. Und damit wir das hier mal gleich aus der Welt schaffen: Ich habe Nessie gesehen und habe Handynummern mit ihr ausgetauscht.

Was wir vorher schon immer wieder festgestellt haben, bestätigte sich an der Burg von Loch Ness abermals: Es war eine gute Idee, im Winter zu kommen. Wenige Touristen; Zeit, alles in Ruhe zu erkunden, die Preise sind meistens günstiger und es fühlt sich realer an, nicht so kommerzialisiert. Man kann mal für sich sein, die Gedanken schweifen lassen.
Am Abend fuhren wir zurück nach Inverness und machten einen Umweg an der Küste entlang Richtung Nordosten, um den Sonnenuntergang am Leuchtturm und Checkpoint Chanonry zu sehen – wir kamen auf die Minute genau rechtzeitig an.
Auf dem Rückweg schaute ich beim Fahren immer wieder links und rechts in die kleinen Gassen, die von der Hauptstraße abgingen und entdeckte so eine alte Kirchen-Ruine, die von innen beleuchtet war. Im Kontrast zum dunklen Blau der Nacht sah es wahnsinnig mystisch aus und wir verbrachten auch dort ein bisschen Zeit – so lange, wie wir die Kälte aushielten. Die bohrte sich durch die Trockenheit der Luft nämlich mit jedem Atemzug tiefer in die Lunge. Dieser kleine Abzweig ist allerdings ein gutes Beispiel dafür, die Augen immer offen zu halten … Sonst hätten wir diesen hübschen Ort nämlich sicher nicht entdeckt.

Am nächsten Morgen begrüßte uns … immer noch die Sonne. Es war einfach nicht zu glauben, was wir für ein enormes Wetterglück hatten. Wir beschlossen, Inverness zu Fuß zu erkunden, haben uns Gebäude, Geschäfte und Kirchen angesehen und am Mittag aufgemacht, um die andere Seite der Highlands anzufahren. Wir mussten also quer von Osten nach Westen über das Land fahren, was ohne Pausen aber nur 3 Stunden dauern würde. Um möglichst viel von der Landschaft zu sehen, beschlossen wir, unsere Route weiter nach Norden zu erweitern und waren somit ca. 5 Stunden unterwegs … mit abermals zahllosen Pausen für Fotos und ehrfürchtige Ausblickmomente. Manchmal wussten wir gar nicht, wo wir waren … aber jedes Mal war es unbeschreiblich.

Unser großes Zwischenziel: Isle of Skye

DAS Landschaftswunder, wie alle sagten. Nach den Bildern, die ich auf Google gefunden habe, konnte ich mir kaum vorstellen, dass es so einen verwunschenen Ort tatsächlich geben sollte. Und das ich gerade auf dem Weg dahin war. War dies vor wenigen Wochen nicht noch nur eine Idee gewesen?
Ich war gespannt, aufgeregt wie ein kleines Kind, und als die Brücke, die das Land mit der kleinen Insel verband, auftauchte, pochte mein Herz tatsächlich etwas lauter. Und dann waren wir dort. Isle of Skye.
Erst sah alles aus wie immer. Nichts besonderes. Ein paar Kleinstädte, eine Hauptstraße an der Küste … aber nach ein paar Minuten fing die Landschaft an, sich zu wandeln. Die Sonne sank schnell und so erlebten wir die Autofahrt zu unserem Cottage zur schönsten Tageszeit. Blöd nur, dass unser Navi unser Ziel … mitten auf den Ozean gesetzt hat. Irgendwas war bei der Programmierung falsch gelaufen (uns trifft GANZ sicher keine Schuld, ja ja), und so steuerten wir auf die falsche Seite der Insel zu, um angeblich eine Fähre zu nehmen, die uns 10km mitten im Meer absetzen sollte. Die Sonne verschwand langsam, und laut Navi sollten wir nochmal über 1 Stunde brauchen, weil es uns den halben Weg zurück schickte. Aber hey, nicht mit uns Mädels. Wir suchten uns eine lokale, kleine Straße raus, die uns direkt durch das Gebirge geradewegs zu unserem Cottage lenken sollte – 20 holprige Minuten. Es stellte sich heraus, dass es das Quiraing Gebirge war, und als wir dort waren, färbte sich der wolkenlose Himmel pink und türkis. Uns verschlug es den Atem.

… Wie du siehst, wird dieser Beitrag ziemlich lang. Ich habe erst ein Drittel unserer Reise beschrieben und die aufregendsten Themen folgen noch – die märchenhafte und unglaublich vielseitige Landschaft von Skye, das besteigen von richtigen und mentalen Bergen, meine gedankenreiche Zeit im Cottage mit Blick auf die Küste, die anschließende Fahrt zu Harry Potter Drehorten, die Geisterpferde die wir trafen, die Hirsche die uns aus der Hand fraßen, und so viel mehr …

Ich möchte den schottischen Highlands nicht ihren Zauber nehmen, indem ich jetzt anfange, alles halbherzig runter zu rasseln. Die Highlands müssen atmen, wirken, leben … selbst in geschriebener Form. Deshalb werde ich hiermit den ersten Teil meines Reiseberichts beenden und sehe dich im nächsten wieder, der schon bald folgt!



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