Der etwas andere Jahresrückblick

Wenn es Zeit für Jahresrückblicke wird, klinke ich mich meist aus den sozialen Netzwerken aus. Ich freue mich für das, was andere erreicht haben, aber ich bin auch nur ein Mensch und neige dazu, meinen eigenen Wert nach ihren Maßstäben zu messen. Das möchte ich nicht – es ist mein Leben – und deshalb lasse ich mir mit meiner Rückblende meistens etwas Zeit. Nachdem wir nun einen halben Monat im neuen Jahr stecken, habe ich das letzte Jahr für dich nochmal Revue passieren lassen.

Was habe ich 2019 anders gemacht?

Es war das Jahr des Entschleunigens. Während ich die Jahre zuvor immer 200 % gegeben habe und mehr als einmal über meine eigenen Ressourcen gearbeitet habe, beschloss ich schon im Jahr davor, etwas zurück zu treten. 2019 habe ich das vor allem im mentalen Sinne getan – ich habe mir Zeit für mich genommen, habe meine eigenen Ansprüche reflektiert, mehr auf mein Bauchgefühl gehört und noch tiefer in mich gehorcht, um meine tatsächlichen Ziele für die Folgejahre zu formen. Ich habe in dem Jahr keine Kundenaufträge angenommen, um meinen fotografischen Bildstil weiterzuentwickeln. Ich habe mich auf meine eigene Fortbildung in verschiedene Richtungen konzentriert und viel experimentiert. Es gab Monate, in denen ich die Kamera nicht einmal in die Hand genommen habe – und das war richtig gut so. Ich bin sensibler geworden, schätze die Fotografie wieder mehr und konnte mich auf das Besinnen, was mir in meinen Fotos wirklich wichtig ist.

Was hat mich 2019 fasziniert?

Dadurch, dass ich mich für einige Monate von meiner Kamera getrennt habe, konnte ich herausfinden, wer ich als Fotografin wirklich sein möchte. Und noch viel wichtiger: Wer ich ohne die Kamera überhaupt sein kann. Oftmals verschmelzen wir mit unserer Leidenschaft so sehr, dass wir eins mit ihr werden – und vergessen, dass wir viel mehr sind, als nur eine Berufsbezeichnung. Es hat mich fasziniert, was dort alles in mir schlummert, welche Interessen ich entwickelt habe und wie mir das Leben ganz automatisch viele Zeichen zugespielt hat. Für diese persönliche Entwicklung habe ich sehr oft wilde Pferde besucht, die nicht allzu weit von mir entfernt leben. Manchmal habe ich die Kamera im Auto gelassen, manchmal gar nicht erst eingepackt … und trotzdem bin ich jedes Mal mit vielen Erkenntnissen nach Hause gefahren. Es ist faszinierend, wie Pferde einen spiegeln können, wie sie auf die kleinsten Gefühle reagieren und welche Gedanken sie in uns wecken können.

Was habe ich 2019 Neues gelernt?

Obwohl es das Jahr des Entschleunigens war, war es auch das Jahr der Weiterbildung. Ich habe bereits 2018 gemerkt, wie gut es mir und meiner Kreativität tut, den eigenen Horizont zu erweitern. Ich nahm in London an einer Masterclass für Dokumentationsfotografie teil, der von einer renommierten Fotojournalistin gehalten wurde. Es bringt nichts, sich in gewohnten Bereichen fortzubilden … da dreht man sich nur im Kreis. Deshalb finde ich es wichtig, sich außerhalb der eigenen Komfortzone fortzubilden, damit man einen frischen Wind in die eigene Arbeit bringen kann.
In 2019 habe ich deshalb alles aufgesaugt, was ich finden konnte. Mein Lesepensum hat sich verdoppelt. Ich lese zwei Bücher gleichzeitig – ein Fachbuch und einen Roman, um Hirn und Herz gleichzeitig zu füttern. Je mehr ich gelesen habe, desto mehr passierte in meinem Kopf und ich wollte mehr, mehr, mehr. Durch die Besuche bei den Wildpferden und einigen anderen Begegnungen mit wegweisenden Menschen habe ich beschlossen, einen Weg einzuschlagen, von dem ich schon lange geträumt habe: Ich möchte noch mehr in die Persönlichkeitsentwicklung gehen. Nicht nur persönlich, sondern auch beruflich. Meine Mentorings handelten schon oft davon, wie die eigene Mentalität eng mit der Bildsprache verknüpft ist oder welche Denkmuster uns in der Preisfindung limitieren. Im Herbst war es dann endlich so weit und ich entschied mich für die Fortbildung zum pferdegestützten Coach. Ich lernte Methoden und Strategien, um anderen Menschen persönliches Wachstum zu ermöglichen und könnte dies mit der Spiegelung zum Pferd kombinieren. Das hilft mir nicht nur in Seminaren und Mentorings, sondern tatsächlich auch bei Fotosessions. Durch die Sensibilisierung für die feinen Signale zwischen Pferd und Mensch nehme ich Momente viel intensiver wahr und kann sie klarer deuten. 

Ansonsten habe ich gelernt, dass es nichts bringt, ständig nur nach dem Bauchgefühl zu leben. Es ist ein entspanntes Leben, eins, mit dem du in vollem Einklang mit dir selbst bist – aber das Leben ist einfach kein Ponyhof und manchmal muss man Dinge tun, weil die Logik es verlangt. Ich habe gelernt, dass eine gewisse Balance zwischen Herz und Kopf vorhanden sein muss. In dem einen oder anderen Extrem zu leben bringt niemanden weiter.

Was habe ich 2019 vermisst?

Ich kann ganz ehrlich sagen, dass ich nicht viel vermisst habe. Ich habe das Jahr so gelebt, wie ich es mir gewünscht habe. Dennoch glaube ich daran, dass es gut ist, etwas zu vermissen. Das bedeutet, dass das Herz lebt und es ist eine wunderbare Erfahrung, das erleben zu dürfen. Vermissung hat sich bei mir gegen Ende des Jahres entwickelt. Ich habe meine Kamera vermisst, mein kreatives Ventil, meine Muse, mein Werkzeug um dieser Welt zu zeigen, was ich fühle. Ich habe es vermisst, Menschen damit glücklich machen zu können. Ein Gedanke führte zum anderen. Ich öffnete an dem Tag meine Emails und las eine Nachricht, die ich in den vorigen Monaten oft erhalten habe … aber in dem expliziten Augenblick machte sie etwas mit mir. Es bat mich erneut jemand darum, wieder Fotosessions für private Pferdebesitzer im deutschen Raum aufzunehmen. Wie du vielleicht gesehen hast, bin ich für 2020 diesem Wunsch nachgekommen und freu mich unfassbar darauf.

Was war 2019 mein Lieblingsmoment?

Tatsächlich hatte ich im letzten Jahr viele Lieblingsmomente. Verbunden waren sie meistens mit meinen Reisen – die Fotoreise nach Schottland hat unzählige besondere Momente hervorgebracht …

Meine Fotoreise nach Indien zu den Marwaris ebenso … und es gibt so viele tolle Motive, die ich euch noch gar nicht gezeigt habe. Vorerst gibt’s diese drei Fotos für euch:

Doch so richtig heimisch fühle ich mich im Dschungel bei Zoha auf ihrer Auffangstation “The Backwater Sanctuary” (Vielleicht erinnerst du dich an dieses Interview? Mittlerweile war ich schon 2x bei Zoha in Indien und begleite die Entwicklung ihrer Tiere fotografisch). Es ist aber nicht nur ein Ort für Hoffnung, sondern auch ein Ort der Wildheit. Dort, wo ich zum ersten Mal den schwarzen Panther gesehen habe und indische Elefanten beobachten durfte … dort, wo ich 2019 einen hochschwangeren Leoparden fotografiert habe. Dort ist mein Herz Zuhause. Sicherlich ist die Erfahrung und der aufregende Alltag einen eigenen Blogeintrag wert. Ich könnte Wochen und Monate im Dschungel verbringen, endlose Gespräche mit Zoha führen oder einfach nur stillschweigend die Aussicht über das Backwater genießen und die Harmonie dieses Ortes aufsaugen. Mein Freund ist dieses Mal mitgekommen und hat dieses zweite Zuhause .. noch mehr zu einem Zuhause gemacht. Es schmerzt jedes Mal sehr, das Camp wieder zu verlassen, aber da sind wir wieder beim Punkt des Vermissens: Wie schön, dass wir etwas in unserem Leben so sehr lieben, dass wir es vermissen dürfen.

Berufliche Erfolge dürfen hier natürlich nicht fehlen, auch wenn ich sie in diesem Beitrag eher klein halten möchte. Besonders gefreut habe ich mich über eine neue Referenz mit 2 doppelseitigen Fotos in deutschlands größter Programmzeitschrift “TV Hören & Sehen” und Einbindung meiner Zorse-Fotos im RTL Fernsehen.

Nicht zu vergessen ist natürlich auch, dass wir nach 6 Monaten harter Arbeit meinen ultimativen Guide der Pferdefotografie veröffentlichen konnten und der Launch ein voller Erfolg war. Das hätte ich niemals alleine geschafft – an dieser Stelle auch nochmal ein großes Dankeschön an meine persönliche Assistentin Caro, die mich bei allem so tatkräftig unterstützt.

Was hält 2020 für mich (und dich) bereit?

Nachdem das letzte Jahr sehr ruhig für mich war, bin ich mit Vollgas aus Indien zurück gekehrt. Ich habe so viele Ideen, die ich umsetzen möchte. So viele Projekte, die geplant werden. Ich habe über die letzten Jahre aber vor allem gelernt, dass nur eins im Leben sicher ist: Das nichts sicher ist. Deshalb habe ich zwar einen Plan, was 2020 passieren soll, aber bleibe offen und flexibel für unerwartete Umwege. Dennoch, hier ein paar Punkte, auf die ich mich besonders freue:

  • Nachdem wir nach 4 Jahren Fotoreisen im letzten Jahr ausgesetzt haben, wird 2020 wieder eine Reise nach Menorca stattfinden! (Hier geht’s zur Ausschreibung)
  • Wir haben bereits Daten für die Touren in die Schweiz und nach Österreich festgelegt, die wir bald bekanntgeben werden (zu erst natürlich im Newsletter) … und wer darauf wartet, dass ich in seine Region komme, kann sich natürlich jederzeit melden und wir planen eine eigene Tour!
  • Wir stecken noch mitten in der Planung der Indienreise für dieses Jahr und werden bald mit einem spannenden Programm die Ausschreibung eröffnen
  • Daumen Drücken für ein ganz tolles Projekt in Asien
  • Es geht auch in diesem Jahr wieder für eine abenteuerreiche Reise nach Schottland (Hier geht’s zur Ausschreibung)
  • Seminare mit neuen Schwerpunkten, wie zum Beispiel „Personal Branding“ und „Rewild Yourself: Kreative Fotografie“ und die Rückkehr meiner beliebten Masterclass „Mit Leib & Seele“
  • Weiterbildung! Ich habe bereits eine ganze Liste an Büchern, die ich mir für dieses Jahr vornehmen möchte und werde auch wieder eine Fortbildung besuchen
  • Wie du an diesem Artikel vielleicht gesehen hast, ist der Blog zurück in diese Hauptseite eingezogen … mach dich auf neue Blogeinträge zu vergangenen Reisen, Lieblingssessions und aktuellen Gedanken bereit!
  • Nicht nur die Website hat sich im neuen Jahr verändert, mein Logo hat es auch. Wohin das führt … wirst du in diesem Jahr erfahren oder sehen! 🙂

2020 ist erst wenige Wochen alt, aber ich weiß jetzt schon, dass es ein Kick-Ass-Jahr wird. Ich habe so viel auf Lager, es ist so viel geplant, und ich bin so bereit. Ich wünsche dir für dieses Jahr den Mut, all die Ziele zu verfolgen, die du dir gesetzt hast. Genug Mut, um auf deinen Bauch zu hören, aber deine Kopfstimme nicht ganz auszublenden. Genug Mut, um auch dann weiterzumachen, wenn Herausforderungen auftreten. Genug Mut, um das Jahr so zu gestalten, dass du am 31. Dezember 2020 sagen kannst “Hui, was für ein wildes, wunderschönes, erinnerungswürdiges Jahr dies war”.


Interview mit einer Pferderetterin

Manchmal überrascht mich das Universum. Möglichkeiten und Chancen erscheinen wie aus dem Nichts zu genau dem Zeitpunkt, wenn man sie am meisten braucht. Vor einigen Monaten stand fest, dass ich Ende November nach Indien reisen würde, um eine Fotoreise für einen potentiellen Workshop zu testen. Zur gleichen Zeit stolperte ich auf Instagram über einen ganz besonderen Account, der direkt zu meinem Herzen sprach: The Backwater Sanctuary

Ohne groß nachzudenken schrieb ich über ihre Website eine Anfrage. Ich wollte mehr über die Arbeit erfahren und schlug vor, ein Interview auf diesem Blog zu veröffentlichen und fragte nach einem Treffen, wenn ich in Indien sein würde. Zoha, die Gründerin der Auffangstation, beeindruckte mich gleich mit ihrer unglaublichen Herzlichkeit – das ist überhaupt nicht selbstverständlich für eine “fremde” Anfrage. Mit diesem Interview möchte ich euch diese beeindruckende Frau und ihre Arbeit näher bringen. Die Arbeit, die sie in Indien für verstoßene und kranke Pferde, Ponys und Esel leistet ist unglaublich. Ich habe das Interview nicht übersetzt, damit nichts “Lost in Translation” ist – nichts in der Übersetzung verloren geht. Ein großer Grund für diesen Blogeintrag ist, Aufmerksamkeit zu schaffen. Nicht nur für das Leid der Tiere auf dieser Welt, sondern vorallem für die Menschen, die alles opfern – Zeit, Geld, Nerven, Ressourcen – um diesen Tieren zu helfen. Das sind die Menschen, die unsere Welt zu einem besseren Ort machen. Wenn ihr Zoha und ihre Helfer unterstützen möchtet, wenn euch das folgende Interview gefallen hat und ebenfalls euer Herz berührt – zeigt es! Teilt es auf Facebook, auf Instagram … schafft Aufmerksamkeit und Bewusstsein – und vielleicht habt ihr sogar einen Euro übrig, um ihn hier auf ihrer Website (www.thebackwatersanctuary.com) zu spenden.

Ich freu mich darauf, Zoha und die Mitwirkenden der Auffangstation in wenigen Wochen auf meiner Indienreise persönlich kennenzulernen und eine Reportage über ihre Auffangstation zu machen. Dies ist ein Weg, den ich zukünftig öfter einschlagen möchte, und ich kann mir nichts besseres vorstellen, als diesen Schritt bei Zoha zu beginnen. Aber jetzt genug – viel Spaß mit dem Interview! Ich bin mir sicher, euch inspiriert diese Frau genauso sehr, wie mich.


Das Interview:

Let’s start with an introduction – who are you and how did you become the founder of a Rescue Sanctuary for horses and donkeys – The Backwater Sanctuary – in India?

Funny story! I’m actually from the Royal Families of Bhopal, Pataudi and Hyderabad in India. More importantly, I work in my family business, my father and brother own and run wildlife resorts in South India. We also run safari operations in East and South Africa (with our own camps in Tanzania). Growing up in the jungles of India and Africa, I was always surrounded by wildlife and so naturally developed a deep love for animals. I do have a special fondness for equines though and finally decided to do something with it.
I founded this sanctuary in hope to rescue as many abandoned / neglected equines as I can possibly manage, given monetary and land limitations. This in my personal project, funded entirely by me and my husband (whatever little we can afford) and with the help of my few amazing followers!

Why did you specialize in horses, ponies and donkeys?

We had a couple of ponies in our first wildlife resort that I used to ride and take care of when I was little. Later on, when I was about 7 years old, I took up horse riding. So for as long as I can remember I’ve been around equines and have had plenty of opportunities to bond with them from a young age. I guess that developed into a passion and now here we are 🙂

Did you always want to open a sanctuary or did the idea came up along the way?

It all started with Tsavo, my first horse. He came to us out of the blue (our manager brought him to camp one day). He was extremely battered and unkept but he was (and still is) the sweetest most gentle horse I’d ever met. I instantly fell in love and over time we developed a very special bond. Watching him transform, both emotionally and physically, into the absolute beauty that he is today was overwhelming in the best possible sense. It soon became clear that this is what I wanted to do. Needless to say I’m lucky enough to have a family that runs wildlife resorts with plenty of spare land that I could use. It’s the only way I could have taken this forward.

Where do your rescued animals come from? What kind of rescues to do have?

The Sanctuary is relatively new (we only started in March this year). At the moment we have 15 rescues including 5 horses, 4 donkeys, 5 ponies and a brand new filly!

Tsavo, my first rescue, a thoroughbred gelding, was a race horse in Mangalore (about 200 km away). As you know, once horses are retired from the races they become almost worthless. He was sent to a local riding school where he was badly neglected and abused. When he arrived at the sanctuary he was severely underweight and covered in all sorts of wounds. Now he’s unrecognisable. 🙂

The four other horses, Boris, Hannibal, Africa and Zelda were also race horses. They were bought by a rich family who clearly knew nothing about horses and were kept in the worst possible conditions. They were locked in their stable for days on end with no food, water or exercise. They were so starved and malnourished that they even got into a habit of eating their own poo.
They were rescued from a farm house in Shimoga (nearly 300 km away) on August 23rd. We’re still treating their wounds and have started them on the proper required horse feed. They should be healthy and gorgeous in no time!

Our first pony, Savannah, used to be a cart pony close to Mysore, not too far from us. She was so badly mistreated/abused and came to us in such an awful state I honestly didn’t think she would survive. She’s a little fighter though and with Tsavo by her side she somehow pulled through. She’s doing beautifully now at the sanctuary.

LegStump, our first donkey rescue and the most adorable little sweetheart, was rescued from the local village just 5 km away. I was on my way back to the city and I saw him hobbling on three legs on the side of the road, absolutely miserable. His front right hoof had been melted nearly clean off when he accidentally stepped in a pool of burning plastic. When I first approached him he shoved his face right into my hands and that was that – he came home with us that evening.

Similarly, I found our other 3 donkeys (Luigi, Peach and DonkeyKong) abandoned on the side of the highway about 50 km away. With the illegal trade of donkey hide booming in China (their skin is used to make medicine) abandoned donkeys here, like these three, are at risk of being stolen only to be killed and skinned.

Frodo, our second rescue pony, has a broken and badly deformed leg (though that doesn’t slow him down at all!) He was found on a main road in Tamil Nadu (a neighbouring state) by another rescue organisation. We were asked to foster him for a few months until they set up their own shelter for large animals, after which he’ll return to them. He’s brilliantly happy at the sanctuary now, already inseparable from the new horses and causing havoc with the mares! He’s clearly over ambitious and desperately needs to be gelded.

Lastly we have Sawyer, Pickett and Piper, our newest rescues. I was back in the city when I got a call from a friend about an abandoned little pony on the side of the road. Of course we went over immediately. Turns out the poor sweetheart was blind in one eye and very skittish around people and could have at any moment bolted into oncoming traffic. After further investigation we found the owners, a couple of kids, who kept a whole bunch of other ponies in a filthy makeshift stables on the side of the road. They were obviously very unkept and constantly chased after by other kids who would throw rocks and stones. That’s how Sawyer lost his eye. I would have taken all if I could, but the boys refused. We did manage to convince them to sell us Sawyer (the blind pony), Piper (she was pregnant and we refused to leave her there) and Pickett, the weakest of the lot. We kept them in our house in the city until we could sort our transport and a paddock for them at the Sanctuary. They’re now all safe and sound and Piper has even given birth! Due to her poor upkeep in the past, the foal was born premature. After lots of love and care though we now have a very healthy, very adorable little filly, Amelie!

How did the current flooding situation affect you / the animals of the region?

Fortunately, we’re located just outside the flood zone so aside from heavy monsoon rains, we’re okay. I can’t say the same for areas close by however. Kerala and Coorg have been hit pretty badly, with over a million people displaced. I can’t even imagine the situation with the poor animals. Unfortunately many pet owners have abandoned their pets, leaving them behind in flooded houses with no food and clean water. The local animal welfare organisations have helped rescue and relocate most of the dogs and cats. We have put out word that our doors are open to any equines or even cows that are affected by the floods and are in need of temporary shelter. We’re currently on stand by for potential rescues.

How many animals do you and your volunteers currently take care of?

It’s mainly just me at the moment taking care of the animals, my volunteers come and go. I do of course have a care taker who feeds and grooms the animals when I’m not around and I’m currently in process of hiring a permanent manager for the Sanctuary. In total we care for 5 horses, 4 donkeys and 6 ponies. Not to mention the 20+ cats and 2 stray dogs that we’ve adopted. We also care for other strays that sometimes wander in and out of camp.

Will you keep the animals after they got better, do you search for new homes or what are your plans?

These 10 rescues will remain with me forever. We’ve got the space and resources to care for them and I’d rather they stay here with me where I can keep a close eye at all times. They’ve been through enough already and deserve a quiet retirement. (Also, I’m quite attached now so I would be heartbroken if I had to give them away!) 

Any new rescues now onward however will have the option to be adopted, in order to make room for more rescues later on. We will of course keep them for as long as it takes bring them back to health and then choose very carefully who they go to.

Foto: Ashish Parmar

If someone wants to support your sanctuary, what are the ways to do so?

First and foremost, spread the word! Through our sanctuary and our rescues we hope to increase awareness on the level of abuse of equines in India. That’s the first step in fighting for equine welfare. 

Of course you can also contribute in the form of donations and sponsorships, which is how we fund our operations. For more details on that you can visit our website: www.thebackwatersanctuary.com


On your instagram account you said the pony Savannah was the most difficult rescue so far – tell us why.

Savannah’s rescue was traumatic.
She was owned by the cruelest of men, who had beaten her silly and worked her to the ground. She’s an elderly pony too, pushing 20 years now, which made the recovery process even harder.
She arrived at the Sanctuary on 25th March 2018, at 2 am. They had deliberately brought her in late at night to try to hide the hideous state she was in. While transporting her to us, instead of having her stand (as they usually do) on the back of a trailer, she was roped down tightly on her side, unable to move at all, for 6 long hours on bumpy roads. She had bitten down hard on her tongue from all the pain and stress, which caused an unusual swelling in the back of her tongue. As a result she found it difficult to eat solid food or graze at all. We kept her going on mashed carrots, beans and rice (yep, rice!) mixed into a paste with water and electrolytes, which she just about managed to swallow. After a week or so the swelling subsided and we upgraded her to horse feed (oats and bran) which was new to her (the previous owners would feed her their leftover human food). She loved it. Within a month she was already much better. 

When she arrived her left eye was swollen the size of a baseball and completely bruised black and blue. She couldn’t open it at all. Her front left leg was swollen and leaking puss from an untreated infected wound (what looked like a fat nail that had pierced her more than an inch deep). She was in a world of pain and too weak to stand for the first few days. The wound on her leg took about two weeks to heal (we must have drained a gallon of puss from it) and she only started walking normally again, with no limp, about a month later. It took a barrel of emotional strength, from us and her, to get her to pull through. Tsavo, our beautiful gelding, also helped with moral support and is probably the reason she recovered so quickly! The two are now inseparable.

What was your most rewarding moment in the sanctuary so far?

Watching Savannah transform into a happy and healthy pony, I guess. All the recoveries have been infinitely rewarding in their own ways!

You are also the Executive Director of The Bison Resort – this sounds like a full-time job, how do you manage to find time for the rescues?


I stepped down from ED after starting the sanctuary 😬 I am still very involved in the family business. My rescues are first priority now of course, I don’t leave their side for the first month or so until they’re completely settled. We do have a lot of down time when the animals have recovered fully and have a routine going. That’s when I jump into helping out wherever I can with our resort here, The Bison Resort, as well as our safari operations in Africa (Africa under Canvas).

If you had one wish – what would you use it for?

More land, more rescues!

What do you think must happen so people would treat animals with more respect?

First and foremost spreading awareness on how animals are so badly mistreated. This should hopefully evoke empathy towards them and encourage change. Also the people who often neglect and abuse their animals need to be called out and the rest of us need to come together to fight against any kind of work that involves animal abuse/neglect.

Do you have any further plans for the sanctuary?

Indeed! I’m working on opening a second sanctuary where we have some unused land close by. All 12 acres will be solely dedicated to the sanctuary and our rescues. 


What are your wishes and hopes for the future?

That we grow enough to take in any abused/neglected equines that need a home. The ultimate goal is to have enough space to never have to say no to any potential rescues!

If there is anything you would like to be said – you can add it here.

Thank you for doing this!!


(You want to help? Share the interview, tell your friends about her work, follow the Sanctuary on Instagram, sponsor a rescue or donate on their Website!)

Du möchtest aktiv werden und Zoha helfen? Teile dieses Interview, erzähle deinen Freunden von ihr, folge ihr auf Instagram, übernehme ein Sponsoring für ein Tier oder spende einen Betrag auf ihrer Website!

Im Bann der Highlands (I.)

Ich lag unter meinem Dachfenster im Bett, kuschelte mich in die warme Decke ein, drückte die heiße Tasse Tee näher an mich und schaltete Netflix ein. Sonntag im November – ein Tag zum Faulenzen, ein Tag zum Träumen … und der Tag, an dem die Reise begann.
Bereits seit einigen Wochen habe ich eine Serie immer wieder neu gestartet, durchgesehen, neu gestartet, durchgesehen … Es war Outlander. Die optimale bing-worthy TV-Show. Die Story fesselte mich, keine Frage. Aber viel mehr noch waren es die Landschaften und das Feeling der Freiheit, das durch die Serie transportiert wurde. Diese herrliche raue Gegend, der Regen, die Winde, die Unbeugsamkeit, die Weite, die Möglichkeiten … Und das war der Moment. An diesem Sonntag in meinem Bett im November, als ich zu meinem Dachfenster hochblickte, auf dem die Regentropfen laut trommelten, beschloss ich: Ich will dahin. So schnell wie möglich. Auch, wenn es Winter ist.

Ich fand außerdem, dass es die perfekte Möglichkeit für eine kleine Auszeit ist. Ich alleine, irgendwo in den schottischen Highlands. Ja, das konnte ich mir gut vorstellen. Das Jahr war turbulent, geschäftlich anstrengend und emotional verworren, meine Gedanken immer noch am kreisen. Da kommt Schottland doch wie gerufen. Irgendwie kam dann doch alles anders, denn Malin Wengdahl aus Schweden (von der auch das Titelbild stammt) schrieb mich an, als sie von dieser Idee hörte, und irgendwie … passte es. Wir hatten bei unserem Treffen im Mai (2017) eh schon überlegt, mal gemeinsam loszuziehen. Und so beschlossen wir, diese Auszeit für uns beide zu nutzen. Sie kam für jeden von uns zur richtigen Zeit.Ich fand außerdem, dass es die perfekte Möglichkeit für eine kleine Auszeit ist. Ich alleine, irgendwo in den schottischen Highlands. Ja, das konnte ich mir gut vorstellen. Das Jahr war turbulent, geschäftlich anstrengend und emotional verworren, meine Gedanken immer noch am kreisen. Da kommt Schottland doch wie gerufen. Irgendwie kam dann doch alles anders, denn Malin Wengdahl aus Schweden (von der auch das Titelbild stammt) schrieb mich an, als sie von dieser Idee hörte, und irgendwie … passte es. Wir hatten bei unserem Treffen im Mai (2017) eh schon überlegt, mal gemeinsam loszuziehen. Und so beschlossen wir, diese Auszeit für uns beide zu nutzen. Sie kam für jeden von uns zur richtigen Zeit.

Ich bin kein großer Planer. Besonders dann nicht, wenn es nicht viel zu verlieren gibt. Wir haben vorher 2x geskypt und überlegt, wie viel Geld wir wohl bräuchten, was jeder von uns unbedingt sehen möchte und wie die Route ungefähr aussehen würde. Das war’s. Das einzige, was wir neben den Flügen im Voraus buchten, war das schottische Cottage auf der Isle of Skye, wo wir einige mehr Tage verbringen wollten. Alles andere blieb offen. Pferde wollten wir eigentlich nicht unbedingt suchen. Aber tatsächlich haben sie dann eher uns gefunden … aber dazu später mehr.

Let’s start in Edinburgh

05. Januar. Mein Flug landete zu erst, und so wartete ich ca. 1 Stunde auf Malin, die aus Schweden angereist kam. In dieser Zeit schoss mir natürlich einiges durch den Kopf. Würde das so klappen? Finden wir auch wirklich immer eine Unterkunft? Was, wenn das Wetter furchtbar wird? Die Zweifel, die auch meine Eltern wegen des Wetters geäußert hatten, wurden immer heftiger. Was, wenn Blitzeis-Gefahr ist oder wir eingeschneit werden? Was, wenn es nur regnet und man kaum etwas unternehmen kann? Aber auch hier wurde ich später eines Besseren gelehrt und es zeigte sich wieder, dass diese sorgenvolle Stunde eigentlich umsonst war.

Gemeinsam mit Malin suchten wir unseren Car-Rent-Service im Airport auf und machten uns dann direkt auf dem Weg in die Stadt. Im Linksverkehr. Für mich kein großes Thema, das kannte ich schließlich schon aus Namibia … allerdings waren die Straßen da größer (und staubiger) … und weniger befahren. Aber auch den Weg in die Stadt meisterten wir, während Malin auf dem Beifahrersitz ein Bed & Breakfast raussuchte. Schon vorher wurde mir von vielen Leuten empfohlen, spontan nach Unterkünften zu suchen. Im Winter ist das kein Problem und so würden wir sehr flexibel sein.

Unser B&B war relativ nah an der Innenstadt und so beschlossen wir uns abends zu Fuß auf den Weg zu machen, um die Stadt zu erkunden. Das Wetter zeigte sich von seiner schottischen Seite und war genau so, wie ich es erwartet (und befürchtet) hatte: kalt, verregnet, windig. Aber entgegen meiner Erwartungshaltung war das gar nicht so schlimm. Es war wunderschön. Das Wetter schmeichelte der Architektur und all den übergebliebenen Weihnachtsbeleuchtungen, es legte eine gemütliche Atmosphäre auf die Stadt und so fühlte man sich auch eher dazu verleitet, Gebäude zu betreten und zu erkunden. Ich kaufte eine heiße Schokolade an der Edinburgh Castle, wir staunten über die Schönheit der St. Giles Cathedral, durchliefen verwunschene kleine Gassen und stiegen den matschigen Weg hinauf zum Dugald Stewart Monument, wo wir einen Blick über die gesamte Stadt bei Nacht hatten. Wir holten uns einen Snack im Elephant House Café, saßen neben dem Tisch, wo J. K. Rowling einige Seiten ihrer ersten Harry Potter Bücher schrieb und ich betrat dort wohl das coolste WC der Welt – die Wände vollgeschrieben mit Nachrichten von Potterheads.

Am nächsten Tag fing unsere Reise richtig an – es ging in Richtung Norden. Da Outlander uns beide zu dieser Reise inspiriert hat und wir ziemliche Fans sind, wollten wir natürlich einige Film- und Drehorte besuchen. So stand Falkland als erster Stopp an (Falkland stellt in der Outlander Serie Inverness nach dem 2. Weltkrieg da). Plötzlich war das Wetter voll auf unserer Seite. Blauer Himmel und gleißender Sonnenschein machten die Temperaturen um den Nullpunkt zum perfekten Roadtripwetter. Auf dem Weg in den Cairngorms National Park stießen wir auf den ersten Schnee, der links und rechts von der Straße lag und sahen einige Schneewolken am Horizont .. aber immer noch – blauer Himmel über uns. Wir beschlossen in Aviemore zu halten um zu übernachten. Wir fanden ein tolles B&B, das genau so war, wie ich es mir vorgestellt hatte. Ein Aufenthaltsraum mit Kamin, vor dem wir den ganzen Abend saßen, dem Knistern zusahen, in unsere Bücher vertieft … die Zeit flog, fast surreal. Erstaunlicherweise hat fast jedes B&B eine vegane Option zum Frühstück, ist das zu glauben? Die McCartneys haben Lindas Philosophie geehrt und eine tolle vegane Fleischalternativ-Marke erschaffen, die dort wohl ziemlich angesagt ist. So konnten wir eigentlich alles essen, was jeder andere normale Schotte auch zum Frühstück isst … nur eben in vegan oder vegetarisch.

Auf in den Norden

Unser Weg führte uns nun noch weiter nördlich, zu dem Ort, auf den ich mich mit am meisten freute: Inverness und das Battlefield of Culloden. Wir besichtigten das Culloden Museum, das vielseitig und detailliert den ganzen Lauf des historischen Ereignisses darstellte. Anschließend betraten wir das Battlefield mit diesem gehemmten und ehrfürchtigen Gefühl in uns, dass das Museum hinterlassen hat. Empfangen wurden wir immer noch von Sonnenschein, aber da wir noch weiter im Norden waren, hatten wir mittlerweile Minustemperaturen, die sich anfühlten wie -20°C (was natürlich nur -5°C war).
Aber diese Kälte war nichts im Vergleich zu der Gänsehaut, die mir dieser Ort gab. Mit dem Wissen, wie viele Clans hier zerstört wurden, wie viele Menschen ihr Leben für eine Überzeugung ließen und auf welche brutale Weise sie starben, konnte man nicht anders als diese schwere Energie in sich zu spüren. Als würden immer noch Geister unzähliger Schotten und englischer Soldaten über diese endlosen Grasflächen des Moores gleiten. Was mich besonders rührte, waren die frischen Blumen, die an vielen Clan-Steinen lagen. Natürlich besonders viele am Clan-Fraser-Stein, aber auch an denen, die in der Serie keine Rolle spielten. Es war wundervoll zu sehen, dass es noch so vielen Jahrhunderten (Das Battle of Culloden fand 1746 statt) immer noch Menschen gab, die so ihrer Liebe für vergangene Angehörige Ausdruck verliehen oder ihren Respekt gegenüber den gefallenen Menschen zollten. Aber diese drückende, wenn auch faszinierende Stimmung, die konstant über dem Moor hing, werde ich niemals vergessen.

Wir besuchten anschließend einen Steinplatz, denn Craigh na Dun (Outlander) war ein fiktionaler Ort, aber dennoch wollten wir einen Steinkreis sehen oder zumindest etwas, was dem am nächsten kam. So landeten wir beim Balnuaran of Clava. Dort gab es eine zeremonielle Grabstädte, das “House of the Dead”, einige Steinplatten in verschiedensten Größen .. und auch wieder diese unbeschreibliche Energie, als könnte man sie anfassen, festhalten und mitnehmen.

Am Mittag entschieden wir uns dann, ein Stück weiter rauszufahren, um wirklich jede Minute zu nutzen, die wir haben. So fuhren wir von Inverness zu Loch Ness und zur dazugehörigen Burgruine Drumnadrochit. Was nach einer weiten Strecke klingt, ist in Wirklichkeit nur eine 30-minütige Autofahrt … Plus die vielen Stopps, die wir an verschiedenen Aussichtspunkten von Loch Ness gemacht haben. Und damit wir das hier mal gleich aus der Welt schaffen: Ich habe Nessie gesehen und habe Handynummern mit ihr ausgetauscht.

Was wir vorher schon immer wieder festgestellt haben, bestätigte sich an der Burg von Loch Ness abermals: Es war eine gute Idee, im Winter zu kommen. Wenige Touristen; Zeit, alles in Ruhe zu erkunden, die Preise sind meistens günstiger und es fühlt sich realer an, nicht so kommerzialisiert. Man kann mal für sich sein, die Gedanken schweifen lassen.
Am Abend fuhren wir zurück nach Inverness und machten einen Umweg an der Küste entlang Richtung Nordosten, um den Sonnenuntergang am Leuchtturm und Checkpoint Chanonry zu sehen – wir kamen auf die Minute genau rechtzeitig an.
Auf dem Rückweg schaute ich beim Fahren immer wieder links und rechts in die kleinen Gassen, die von der Hauptstraße abgingen und entdeckte so eine alte Kirchen-Ruine, die von innen beleuchtet war. Im Kontrast zum dunklen Blau der Nacht sah es wahnsinnig mystisch aus und wir verbrachten auch dort ein bisschen Zeit – so lange, wie wir die Kälte aushielten. Die bohrte sich durch die Trockenheit der Luft nämlich mit jedem Atemzug tiefer in die Lunge. Dieser kleine Abzweig ist allerdings ein gutes Beispiel dafür, die Augen immer offen zu halten … Sonst hätten wir diesen hübschen Ort nämlich sicher nicht entdeckt.

Am nächsten Morgen begrüßte uns … immer noch die Sonne. Es war einfach nicht zu glauben, was wir für ein enormes Wetterglück hatten. Wir beschlossen, Inverness zu Fuß zu erkunden, haben uns Gebäude, Geschäfte und Kirchen angesehen und am Mittag aufgemacht, um die andere Seite der Highlands anzufahren. Wir mussten also quer von Osten nach Westen über das Land fahren, was ohne Pausen aber nur 3 Stunden dauern würde. Um möglichst viel von der Landschaft zu sehen, beschlossen wir, unsere Route weiter nach Norden zu erweitern und waren somit ca. 5 Stunden unterwegs … mit abermals zahllosen Pausen für Fotos und ehrfürchtige Ausblickmomente. Manchmal wussten wir gar nicht, wo wir waren … aber jedes Mal war es unbeschreiblich.

Unser großes Zwischenziel: Isle of Skye

DAS Landschaftswunder, wie alle sagten. Nach den Bildern, die ich auf Google gefunden habe, konnte ich mir kaum vorstellen, dass es so einen verwunschenen Ort tatsächlich geben sollte. Und das ich gerade auf dem Weg dahin war. War dies vor wenigen Wochen nicht noch nur eine Idee gewesen?
Ich war gespannt, aufgeregt wie ein kleines Kind, und als die Brücke, die das Land mit der kleinen Insel verband, auftauchte, pochte mein Herz tatsächlich etwas lauter. Und dann waren wir dort. Isle of Skye.
Erst sah alles aus wie immer. Nichts besonderes. Ein paar Kleinstädte, eine Hauptstraße an der Küste … aber nach ein paar Minuten fing die Landschaft an, sich zu wandeln. Die Sonne sank schnell und so erlebten wir die Autofahrt zu unserem Cottage zur schönsten Tageszeit. Blöd nur, dass unser Navi unser Ziel … mitten auf den Ozean gesetzt hat. Irgendwas war bei der Programmierung falsch gelaufen (uns trifft GANZ sicher keine Schuld, ja ja), und so steuerten wir auf die falsche Seite der Insel zu, um angeblich eine Fähre zu nehmen, die uns 10km mitten im Meer absetzen sollte. Die Sonne verschwand langsam, und laut Navi sollten wir nochmal über 1 Stunde brauchen, weil es uns den halben Weg zurück schickte. Aber hey, nicht mit uns Mädels. Wir suchten uns eine lokale, kleine Straße raus, die uns direkt durch das Gebirge geradewegs zu unserem Cottage lenken sollte – 20 holprige Minuten. Es stellte sich heraus, dass es das Quiraing Gebirge war, und als wir dort waren, färbte sich der wolkenlose Himmel pink und türkis. Uns verschlug es den Atem.

… Wie du siehst, wird dieser Beitrag ziemlich lang. Ich habe erst ein Drittel unserer Reise beschrieben und die aufregendsten Themen folgen noch – die märchenhafte und unglaublich vielseitige Landschaft von Skye, das besteigen von richtigen und mentalen Bergen, meine gedankenreiche Zeit im Cottage mit Blick auf die Küste, die anschließende Fahrt zu Harry Potter Drehorten, die Geisterpferde die wir trafen, die Hirsche die uns aus der Hand fraßen, und so viel mehr …

Ich möchte den schottischen Highlands nicht ihren Zauber nehmen, indem ich jetzt anfange, alles halbherzig runter zu rasseln. Die Highlands müssen atmen, wirken, leben … selbst in geschriebener Form. Deshalb werde ich hiermit den ersten Teil meines Reiseberichts beenden und sehe dich im nächsten wieder, der schon bald folgt!


Wieso ich wähle mit einem leeren Herzen ins neue Jahr zu starten

Das letzte Jahr war geprägt von Paradoxa. Die Höhen so hoch, dass einem schwindelig wurde, und die Tiefen so tief, dass man dachte, der Fall endet nie. Der Aufstieg ein Kampf, begleitet von vielen herzerwärmenden Momenten. 2017 war mein Jahr des Reichtums – es war reich an Ziellinien, die überquert wurden, reich an Erfahrungen, reich an Lachfalten und Tränen. Es war ein Jahr der Reise und des Nachhause kommens. Des woanders und hier seins. Des vor und zurück, hoch und runter, kreuz und quer. Die vergangenen Monate haben meinen Herzmuskel auf eine harte Probe gestellt, meine Nerven fast zum zerreißen gebracht, und dennoch fühle ich mich nicht schwer, ganz im Gegenteil. Ich fühle mich leicht. Wie kann ein Jahr so viele Gegensätze mit sich bringen und wie trennt man die guten von den schlechten Dingen?Weiterlesen


2 Wochen Fototour – Süddeutschland und Österreich

Damit ihr überhaupt wisst, was ich 2 Wochen lang getrieben habe, gibt es hier ein kleines Reisetagebuch für euch: Ende August ging endlich wieder die Reise los. Ich packte meinen Rucksack und meine Kameratasche um in den Süden aufzubrechen – in den folgenden Zeilen erzähle ich von meiner Reise und zeige dir erste Tourergebnisse!
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Wildpferde in Bosnien (III.)

Dies ist der abschließende (dritte) Teil meines Reiseberichts.
Die anderen Teile findest du hier: Teil 1Teil 2

Der nächste Tag zeigte sich regnerisch und der Wind pfiff durch die Türen des alten Jeeps, in dem wir fuhren. Immer wieder wurde unsere Sicht von tief hängenden Wolken getrübt. Die Pferde haben ihren gestrigen Standort verlassen und waren nirgends zu sehen. Wir fuhren umher, über Stock und Stein, abseits der festen Wege und fanden trotzdem kein einziges Wildpferd. Fast unmöglich schien es uns, dass sie über Nacht so eine weite Strecke zurück gelegt haben. Wieso sollten sie das tun, wenn doch alles dort war, was sie brauchten?
Immer wieder stiegen die Ranger aus und hielten Rücksprache, suchten mit dem Fernglas den Horizont ab und schlugen neue Richtungen ein.Weiterlesen



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