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The only way to do great work is to love what you do

Während ich die Collagen für diesen Blogeintrag angefertigt habe, musste ich oft inne halten und staunen. Ich weiß, das ich mich entwickelt habe und das meine Bilder sich über die letzten Jahre stark verändert haben, aber diesen Prozess wortwörtlich vor sich zu haben, ist ein merkwürdiges Gefühl. Ich schaue mir die Bilder an und sehe nicht, wie sich mein Technikverständnis verändert hat. Ich sehe auch nicht, dass sich meine Models verbessert haben. In den Fotos erkenne ich auch nicht, das ich bestimmten Regelvorsätzen gefolgt bin.Wenn ich mir die Bilder so ansehe, die in den letzten 4 Jahren entstanden sind, sehe ich mich. Meine Suche. Meinen Ehrgeiz. Meine Entwicklung. Ich sehe meine Sehnsüchte, sehe meine Zweifel, sehe meine Glücksmomente. Vielleicht mag das dem ein oder anderen nicht so vorkommen, aber ich teile hier sehr intime Momente mit euch. Ich lasse euch daran teilhaben, welche Fotos mich berührt haben und welche mich aufgerichtet haben, als ich aufhören wollte. Denn ja – das wollte ich.

Wie jeder, der einen kreativen Beruf ausübt und perfektionistisch veranlagt ist, zweifle ich ab und zu mal. Deshalb habe ich diesen Moment auch lange hinaus gezögert, wollte euch lange nicht daran teilhaben lassen, wo meine Schwachpunkte lagen und was Salz in die Wunde gestreut hat. Heute sehe ich das alles ein bisschen anders. Ich zeige euch, welche Bilder mir im Herz schmerzen und welche Momente mir die Glückstränen in die Augen auftreiben lassen. Denn nach wie vor sehe ich keine Pferdefotos in den Collagen. Ich sehe harte Arbeit, Emotionen und ich sehe mich selbst darin. Dies ist wohl eins der schönsten Gefühle, die ein Fotograf für seine Arbeiten entwickeln kann.

2012


Ich bin ein Mädchen, das überall und nirgendwo hingehört. Ich möchte einen ruhigen Bürojob, feste Arbeitszeiten und Tiere um mich haben. Auf der anderen Seite möchte ich kreativ sein, die Nacht zum Tag machen und verfluche jeden Moment, den ich nicht in der Natur sein kann. Mein Herz war immer hin und her gerissen zwischen einem ruhigen und aufregenden Leben. Fotografiert habe ich schon immer, nur nie Pferde, obwohl sie auch schon immer in meinem Leben waren.
Was muss ich noch mehr zu diesen Bildern sagen? Ich habe mich durch Natur- und Peoplefotografien zwar bereits lange vom Automatikmodus verabschiedet, aber das Prinzip hatte ich irgendwie noch nicht ganz verstanden. Bewegungsunschärfe und ein ISO-Rauschen das echt nicht mehr feierlich ist, waren das Resultat. Ich hatte keine Ahnung wann Pferde vor der Kamera gut aussehen. Aber mir ist sofort eins klar gewesen: Das will ich weitermachen. Ich weiß noch, als ich die ersten Bilder auf den Computer geladen habe und bitter enttäuscht war. Irgendwie sahen sie nicht so aus, wie ich sie mir in meinem Kopf vorgestellt habe. Als dann noch die Winterzeit kam, packte mich der Ehrgeiz und ich sagte mir: Du hast ein paar Monate Zeit, bis der Frühling kommt. Nutze das zum Lernen. Und genau das habe ich gemacht. Ich habe mich reingekniet, mich mit lichtstarken Objektiven auseinander gesetzt, habe Bildmaterial analysiert, Tutorials geguckt, ausprobiert und experimentiert. Und als der Jahreswechsel und später der Frühling kam, konnte ich es nicht mehr erwarten das ganze Wissen, was ich über den Winter in mein Gehirn geprügelt habe, endlich auch in die Tat umzusetzen.

2013


Jetzt habe ich so ziemlich all das gemacht, was ich irgendwo mal gesehen und gelesen habe. Pferde vor schwarzem Hintergrund ohne Leinwand, habe auf den Sonnenstand geachtet, auf die Farben, auf die Kontraste. Meistens scheiterte es dann nur noch an meiner Schnelligkeit, denn die richtigen Phasen bekam ich nur selten auf’s Bild. Außerdem habe ich davon Nutze gemacht, dass ich eine Mediengestalterausbildung habe: Bildretusche war kein Problem für mich. Zwar graust es mir heute, wenn ich mir manche Zaunretuschen ansehe, aber da ich weiß, dass ich dies auf den Bildern zum ersten Mal probiert habe, bin ich doch recht stolz auf mein Altes Ich. Das ganze hat sich wie eine Spirale entwickelt: Ich wollte mehr, denn die Bilder wurden besser, aber ich konnte immer noch nicht das ablichten, was in meinem Kopf stattfand. Ich denke, hier hat sich meine erste Problematik eingeschlichen und sich wie ein Blutegel festgesaugt, ohne das ich es merkte.

Mitte des Jahres habe ich verstanden, was Gegenlicht bedeutet und wie man es einsetzt. Bei Bildanalysen habe ich mir spezielle Schattenverläufe gemerkt und wollte diese auch in meine Bilder bringen. Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg, habe ich also angefangen, Pferde fast nur noch im Gegenlicht zu fotografieren. Ob es dabei Mittag ist, war mir zu der Zeit noch relativ egal. Ein weiteres Manko, das mir heute auffällt: An welcher Wahrnehmungsstörung habe ich zu der Zeit eigentlich gelitten, dass ich Gelbstich und (relativ) starke Vignettierung geil fand? Ist das sowas, wie die Modesünden der Fotografen? Muss da jeder durch? Wie dem auch sei – damals fand ich’s geil. Heute würde ich alles anders machen. Gut zu wissen.

Gegen Ende des Jahres war ich dann endlich so weit, diffuses Licht bewusst einzusetzen. Auch hier war es oftmals mehr Glück als Können – ich habe gesehen, was ich habe, und habe damit gearbeitet. Damals hat mich das wirklich verzweifeln lassen, denn ich bin bei jedem Shooting mit einem vorgefertigen Bild in meinem Kopf aufgetaucht und mit der Überzeugung, genau dieses nachzustellen. Der Blutegel saß ziemlich fest – und mir war’s egal. Als ich die meisten Schatten-, Licht- und Farbsituationen ausprobiert hatte fing ich an, wieder mehr auf mich selbst zu hören. Immer wieder sagte ich mir, dass meinen Bildern etwas fehlt. Sie sind nicht perfekt genug. Sie sind nicht das, was ich wollte. Ich konnte aber auch nie definieren, woran das lag. Was fehlte. Das hat mich wahnsinnig gemacht – und angetrieben, mehr zu arbeiten, mehr auszuprobieren, mehr zu lernen. Ich denke, diesem Ehrgeiz verdiene ich es, dass ich zu der Zeit bereits meine ersten Veröffentlichungen in Zeitschriften hatte. Als ich im September dann auf Borkum war, wurde ein Stein ins Rollen gebracht. Der Winter stand vor der Tür und wieder einmal habe ich die Zeit zur Reflexion genutzt und damit verbracht, weiterzulernen.

2014


Ich habe das Prozedere vom letzten Jahr quasi wiederholt. Ich habe den ganzen Winter lang überlegt, wie ich mein Geschäft ausbauen könnte und mehr erreichen könnte. Was ich bereits alles in einem Jahr geschafft hatte, habe ich dabei kaum beachtet. Ich habe mir Bilder vom letzten Jahr angesehen und darin markiert, was mich stört und Möglichkeiten aufgeschrieben, wie ich es nächste Mal besser machen könnte. Ihr seht, ich habe wirklich viel gearbeitet. Ich war so beschäftigt damit, meine Bilder zu perfektionieren und das fehlende “Etwas” zu suchen, dass ich vergaß, warum ich angefangen habe. Wollte ich nicht ein Freigeist sein? In der Natur leben? Stattdessen saß ich am Computer, habe Portfolioauftritte aktualisiert, Bilder bearbeitet (Wie ich meine Fotos bearbeite, erfährst du hier), Emails beantwortet, die sozialen Netzwerke befüllt. Zu der Zeit hatte ich bereits eine Fanbase und wollt sie natürlich füttern.
Diesmal habe ich bereits früher wieder mit dem Fotografieren angefangen, da ich nun mehr die Sonnenaufgänge für meine Fotos nutzen wollte. Direkte Sonne sieht man immer weniger in meinen Fotos. Das ist mir übrigens auch erst jetzt aufgefallen, bewusst habe ich das nicht gemacht. Wahrscheinlich habe ich mich da schon intuitiv meinem persönlichen Ästhetikempfinden angepasst, anstatt immer nur zu gucken, was die anderen denn machen.

Ansonsten war das Jahr groß. Es gab mehrere TV-Berichte über meine Arbeiten (oder hier ganz aktuell), verschiedene Interviewartikel und erste Veröffentlichungen in den USA und Asien (China). Ich habe Menschen kennen gelernt, die einander aufbauen anstatt sich klein zu halten. Es gab Dämpfer, in denen die Fotos wieder mal nicht das waren, was ich wirklich wollte, aber da ich immer noch nicht beschreiben konnte, was ich wirklich wollte, machte ich einfach weiter. Ich denke, das war eine gute Entscheidung. Ich konnte nicht definieren, wie meine Bilder aussehen sollten. Also habe ich alles mögliche gemacht, habe ausprobiert, experimentiert und konnte somit all das benennen, was ich nicht machen wollte. Das Jahr hat mich gejagt. Ich bin von einer Location zur Nächsten, von einem Job zum anderen. Wenn ich heute über das Jahr nachdenke, fällt mir dazu nur die Hälfte ein. Es ist so viel passiert, das mein Gehirn gar nicht alles fassen konnte.

Mitte des Jahres, als mir bereits unterbewusst klar wurde, dass etwas in mir unglücklich und rastlos ist, war ich wieder mal für eine Fototour auf Mallorca. Letztendlich ist hier eines der Bilder entstanden, das mir am meisten bedeutet. Das Bild ist einfach, ich weiß. Die Schimmelstute ist nicht hundertprozentig scharf. Im Grunde ist dieses Bild technisch gesehen nicht mal etwas besonderes, aber dieses Foto bedeutet mir die Welt. Hinter dem Foto verbirgt sich eine Geschichte, aber da der Beitrag bereits so lang ist (sorry dafür), erspar ich euch weitere hundert Zeilen und kürze es wie folgt ab: Als ich das Shooting mit der absolut blinden Stute Petit hatte, wusste ich nicht, wohin mich mein beruflicher Weg führt. Ich wusste auch nicht, wohin ich wollte. Meinen Bildern fehlte wie besagt etwas, meine Gedanken waren reines Chaos und ich überlegte zu der Zeit sogar, ob ich diesen Beruf wirklich weiter ausführen möchte. So ein langweiliger Bürojob kam mir plötzlich wieder sehr attraktiv vor. Dann kam Petit und hat mir den Weg gezeigt. Das Vertrauen und die Wärme, die diese Stute mir und Lizz entgegen gebracht hat, während sie von nichts als Schwärze umgeben war, hat mein Herz erfasst und nicht mehr losgelassen. Während sie so vorsichtig aber neugierig durch den unbekannten Paddock streifte, schlug sie plötzlich den Weg eines dünnen, dunklen Pfades ein, der mit einem Tor aus Büschen zum Abendlicht endete. Auf dem Foto (Collage links oben) ist dieser Moment festgehalten. Auch wenn du nicht weißt, wohin der Weg dich führt, darfst du dich auf das Unbekannte einlassen. Vertraue auf deine Instinkte, auf dein Bauchgefühl, schenke deinem Herz mehr Aufmerksamkeit und sei mutig. Du wirst deinen Weg finden und die Welt vielleicht zu einem besseren Ort machen. So, wie die Stute es für mich getan hat. Danke, Petit. Mittlerweile erhielt sie einen eigenen, ausführlichen Blogeintrag.

Meinen größten Rückschlag gab es dann im Herbst. Bei einem Shooting habe ich mir einen Trümmerbruch an der Hand zugelegt – natürlich der Auslösefinger. Von jetzt auf gleich musste ich bremsen. Man kann sich das ungefähr so vorstellen, wie ein Marathonläufer im Wettkampf. Ich hatte das Jahresende vor Augen, hatte die meisten meiner Ziele erreicht oder war kurz davor und plötzlich zieht mich jemand aus dem Wettkampf raus. Der Vergleich verdeutlicht, in welche Situation ich mich damals gebracht habe. Ich habe den Job nicht mehr als erfüllend empfunden, sondern nur noch als Wettkampf. Ich habe ständig mit anderen konkurriert, mich immer umgesehen, aber das Schlimmste war damals, dass mein größer Konkurrent ich selbst war. Das Resultat: Ich wurde zum Nachdenken und schließlich zum Umdenken gezwungen. Stundenlang saß ich auf dem Sofa und hab den Wolken dabei zugesehen, wie sie vorbei geflogen sind. Hätte ich ein Meer für der Tür gehabt, hättet ihr mich wohl jeden Tag von morgens bis abends dort gefunden. Ich habe viel an meine Begegnung mit Petit gedacht und was sie mich gelehrt hat. Der Erfolg, den man sich aufgebaut hat, kann sofort verpuffen. Man selbst kann verpuffen. Einfach so. Die Wolken am Himmel würden weiter ziehen, die Wellen weiter am Strand ineinander brechen – nichts würde sich verändern. Obwohl ich wusste, dass der Bruch nichts Großes war, nichts lebensbedrohliches, so kam es mir doch vor wie ein kleiner Weltuntergang. Mein persönlicher Independence Day. Nur ohne Will Smith. In diesem Winter habe ich endlich wieder eine Pause eingelegt. Habe meine Wurzeln zur Spiritualität und zum Tierschutz wiedergefunden. Anstatt in Bildern einzukringeln, was falsch gelaufen ist, habe ich einfach nur darüber nachgedacht, was ich mit meinen Bildern eigentlich bezwecken möchte.

2015


Ich habe mich festgefahren und kam nicht weiter. Mein Finger war lange verheilt, das Geschäftsjahr davor abgeschlossen. Letztendlich hat mich eine ganz kleine Veränderung aus dieser Gedankenstarre geholt. Es war Januar, es gab keinen Schnee, aber ich wollte fotografieren. Wollte neues ausprobieren – diesmal ohne Zwang, ohne Plan, einfach machen. Letztendlich bin ich auf der Dortmunder Rennbahn gelandet. Die abendlichen Flutlichter und der Schneeregen waren für mich und meine Ansprüche eine Katastrophe. Als ich auf den Parkplatz fuhr wusste ich nicht, was ich dort machen sollte. Dann bin ich einfach ausgestiegen und zum Siegerring gelaufen, wo bereits die Gewinner des ersten Laufs vorgeführt wurden. Als ich die Pferde sah, ist der Groschen gefallen. Es war derselbe Groschen, der 2012 schon mal geklimpert hat. Diesmal einfach mit einer neuen Botschaft: Du fühlst etwas, wenn du dir das hier ansiehst. Also fotografiere die Gefühle, nicht das, was du zu sehen glaubst.

Der Rennbahn habe ich noch zwei weitere Besuche abgestattet, einmal sogar bei Vollmond. Als ich die Serie online stellte war mir eigentlich bewusst, das meine Follower sie nicht mögen würden. Schließlich habe ich vorher jahrelang nur hübsche Pferdchen im Sonnenuntergang gezeigt – was sollten sie nun von einer dunklen, farblosen Serie halten? Ich wurde eines besseren belehrt. Einzelne Bilder der Serie hängen mittlerweile großformatig an Wänden in Deutschland, England und Polen. Sie wurde ausgezeichnet und erhielt beim International Photography Award sogar ein Honorable Mention, zwischen tausenden anderen großartigen Fotoarbeiten, weshalb ich nicht damit gerechnet hätte, das meiner kleinen Serie überhaupt Aufmerksamkeit geschenkt werden würde. Letztendlich wurde sogar CNN somit auf mich aufmerksam. Bei dieser Serie habe ich das Düstere wieder entdeckt. Ich habe gemerkt, dass Action im Bild mir gar nicht so wichtig ist. Wehende Mähnen, viel Behang – das war plötzlich nur noch sekundär. Endlich entstanden Bilder, an denen ich zwar immer noch was zu verbessern fand, die mich aber ihres Inhaltes wegen zufrieden stimmten.

Natürlich habe ich wieder gearbeitet wie verrückt, bin viel gereist, habe viele Projekte geplant und bin selten zur Ruhe gekommen. Der Unterschied lag im letzten Jahr aber darin, dass ich das Gefühl hatte, mich mit meinen Fotos auszudrücken. Auf den Fotos waren nicht mehr nur hübsche Pferde, süße Ponys oder niedliche Wendyromantik. In meinen Bildern sehe ich jetzt die Suche nach mir selbst. Wie ein Licht in der Dunkelheit, sollten viele meiner Fotos zwar düster, aber dennoch farbstark sein. Intensivität, kein “an der Oberfläche kratzen” mehr und keine Actionbilder, die vom Wesentlichen ablenken. Ich sehe, dass die Seele des Pferdes nicht immer im Galopp und auf einer grünen Wiese zu finden ist. Pferde sind doch mehr, als nur hübsch und stark, oder nicht? Sind sie nicht auch elegant? Sind sie nicht auch verletzlich? Spüren Demut und Dankbarkeit, Freude und Wut? Ich möchte nicht, dass das Pferd einfach so in meine Kamera guckt, weil es ein interessantes Geräusch oder seinen Futtereimer gehört hat. Ich möchte einen Dialog. Nach all den Jahren, in denen ich nicht wusste, was meinen Bilder gefehlt hat, wusste ich es jetzt: Kommunikation. Eine Seele.

Mein Weg war schnell und ich habe mich ziemlich oft auf der Überholspur wiedergefunden. Das ist keine arrogante Aussage, sondern nur das Zeugnis von verdammt harter Arbeit. Im Gegensatz zu Glück, welches ein Zufallsprodukt ist, kann jeder harte Arbeit abliefern. Ich kann mir vorstellen, dass viele das Problem haben, das ihren Bildern das Gewisse Etwas fehlt. In meinen Coachings wird das nicht selten angesprochen. Wenn du jemand bist, der gerade auf der Suche danach ist und vielleicht auch mal daran denkt aufzugeben: Erinnere dich daran, welches Gefühl dich hat starten lassen. Als du dich noch nicht in technischer Perfektion verloren hast. Als du noch etwas besonderes im Bild ablichten wolltest, weil dein erstes Versuchsobjekt vielleicht ein Tier war, das dir emotional nahe stand. Das ganze ist ein Prozess. Man entwickelt sich und wer keine Fehler macht, der hat nicht genug ausprobiert. Wenn du nicht weißt, was du willst, dann fang an zu definieren, was du nicht willst.
Es heißt, wer nur den Erfolg sucht, wird niemals erfolgreich sein. Wer aber das tut, was er liebt, den wird der Erfolg finden. Also sucht nicht nach Geld, oder eifert niemandem nach, sondern konzentriert diese Kräfte darauf, euren eigenen Weg zu bauen. Wenn euer Traumjob nicht existiert, dann müsst ihr ihn erschaffen. Wir leben glücklicherweise in einer Welt, in der nichts unmöglich ist, wenn man nur hart genug arbeitet und fest genug an sich selbst glaubt.

Ich bin noch lange nicht am Ziel. Wer mich kennt weiß, das ich viel vorhabe und in meinen Bildern immer noch so viel sehe, was ich anders machen möchte. Ich habe so viele Motivideen, die ich noch nicht umsetzen konnte. Ich hoffe, ich kann in zwei Jahren auf diesen Blogeintrag zurücksehen und mir sagen: Mensch, 2015 ist so lange her, und du hast dich so verändert.

 

Liebste Grüße,
deine Carina

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KOMMENTARE

[…] einem Jahr habe ich einen Artikel über einen ähnlichen Wandel verfasst, und zwar über meine fotografische Entwicklung. Darüber hinaus habe ich auch in dem CNN-Artikel über meine Berufsfindung gesprochen […]

In dem was du schreibst finde ich mich selbst auch ab und zu wieder! Meinen Bilder fehlt oft das gewisse Etwas, wie du es auch erwähnst, und ich komme einfach nicht darauf was es denn wirklich ist. Was mir aber in diesem letzten Jahr besonders aufgefallen ist, dass mir eigentlich die Bilder besonders gefallen, welche ich nur durch Zufall geschossen habe. Wenn das Pferd so wie es will auf der Weide umher schlendert, mal in meine Kamera guckt oder einfach das tut was es will, ohne von mir irgendwie beeinflusst zu werden, finde ich bekommen meine Bilder einen Ausdruck. Wenn ich Pferde in einem Shooting ablichte bei dem sie schön geputzt und mit dem besten Lederhalfter mir präsentiert werden, bekomme ich zwar ein gutes Bild aber es fehlt einfach das Gefühl, der Charakter! Ich weiss nicht ob das auch einfach nur mit Übung zu tun hat. Ich habe nun nur noch Gefallen daran Pferde auf der Weide oder einfach frei und (ab nächstes Jahr 😀 ) in der Wildnis zu fotografieren. Es ist bestimmt möglich, dass sich dies noch ändert, doch ich versuche einfach mal diesen Weg einzuschlagen, wohin auch immer er mich führen wird. Deine Geschichte mit der weissen Stute ist sehr berührend und wirklich inspirierend! Danke, dass du solche Dinge mit uns teilst.

Carina, ich bin immer mal wieder über Deine Fotos “gestolpert”. Habe Deine Seite bei facebook abonniert und erfreue mich immer an den wunderschönen Bildern. Bisher habe ich nur die Bilder betrachtet, aber nach dem Lesen Deines Textes hat sich auch für mich etwas verändert, sie erhalten noch einmal viel mehr Schönheit. Ich finde es toll, dass Du uns an Deinem Werdegang mit Höhen und Tiefen teilhaben lässt, ich abe ehrlich gesagt nie über “den Geist” in den Bildern nachgedacht und wie viel dieses einem Fotografen bedeuten kann. Ich hatte auch eine Zeit in der ich sehr intensiv fotografiert habe und mir viele Leute geraten haben, ich sollte das zu meinem Beruf machen… ich glaube nach dem Lesen Deines Blog Eintrags ist mir klar, warum daraus nichts geworden ist. Ich war nie so auf der Suche nach dem perfekten Bild wie Du, wenn dann eher für den Betrachter, aber nicht für mich selbst. Ich bin öfter traurig, dass ich nicht mehr so viel Zeit zum Fotografieren habe und das Gefühl habe “schlecht” geworden zu sein und dass aus der Überlegung damals nichts geworden ist. Ich glaubte es sind die Umstände, die einen zu so etwas führen. Ich dachte irgendwie immer, Digitalkameras hätten 2 Jahre früher erfunden werden müssen, dann hätte mein Weg vielleicht anders aus gesehen, da ich dann noch nicht so nah an meinem jetzigen Beruf gewesen wäre… aber nach Lesen Deines Beitrags stelle ich fest, diese Überlegung ist falsch. Hätte ich es wirklich gewollt, hätte ich es auch gemacht. Aber ich habe nicht den Biss wie Du ihn hast und schon gar nicht das Talent udn diese tife Verbundenheit (zu mir selbst?). Trotzdem hast Du mich inspiriert mich wieder mehr mit der Fotografie zu beschäftigen. Und ich bin gespannt, ob ich dem wieder mehr Raum geben kann. Für Dich gilt, mach weiter so. Du bist eine tolle Fotografin und ein toller Mensch! Ich hoffe wir lernen uns mal kennen, vielleicht in einem Workshop, in dem ich mich dann nicht nur Technik lehren lasse, sondern auch Gefühl oder bei einem Shooting mit meinen Blondies. Ich wünsche Dir, dass Du weiter Deinen Weg gehen kannst, der dich glücklich macht.

Hallo Annika!

Vielen Dank für all deine netten Worte. Allerdings macht es mich schon fast traurig, wie viele Ausreden du dafür gefunden hast, um deiner Leidenschaft nicht weiter nachzugehen. Was zählt ist, das mit dem arbeitet, was man hat. Jetzt. In diesem Moment. Nicht, dass man den besten Zeitpunkt von DSRLs verpasst hat und das ganze hat auch herzlich wenig mit Talent zu tun. Mir ist im Leben selten etwas zugeflogen und meine Lehrer würden über mich lachen, wenn sie wüssten, wie mein Leben momentan aussieht. Ich war ein schüchterner, introvertierer, verdammt unsicherer Mensch, der sich gerne isoliert und Schwierigkeiten aus dem Weg geht. Aber ich habe an meinem Traum festgehalten und mit dem Weg, den ich gehen musste um ihm näher zu kommen, bin auch ich als Mensch gewachsen. Ich bin nicht aus dem Mutterleib gekommen und wusste, welche Bildwirkung optimal ist oder wie eine Kamera zu bedienen ist. Eine Ausbildung in diesem Bereich hatte ich nicht, also habe ich es mir selbst beigebracht.
Es zählt nicht, wie nah du an deinem jetzigen Beruf bist und wie wenig Freizeit zu hast oder sonst irgendwas. Wir alle haben nur 24 Stunden am Tag zur Verfügung und können diese Zeit nach unseren Prioritäten verbringen. Wenn du also wieder ein bisschen mehr in die Fotografie eintauchen willst, dann tue es einfach. Setz dich Sonntagmorgen mal früh auf die Weide zu deinen Ponies und fotografiere, was du empfindest. Und sag mir nicht, dass du wegen deinem Beruf am Sonntag ausschlafen möchtest, das zählt nicht. Die Energie, die du tankst, wenn du Leidenschaften nachgehst, ist nicht gleichzustellen mit einem ausgeschlafenen Zustand. Und: Schlaf hilft nicht, wenn deine Seele müde ist! Ich hoffe, ich konnte dir hiermit nochmal einen kleinen Anstoß geben, deinem Herzen zu folgen. Das bedeutet nicht immer, sein Leben umzukrempeln oder den Job zu kündigen. Manchmal bedeutet es nur, eine verlorene Leidenschaft wieder neu aufleben zu lassen. 🙂 ich wünsche dir das allerbeste!

Danke für deine liebe lange Antwort und besonders für’s in den Allerwertesten treten 😉 Hat geholfen. Ich habe meine Kamera mal wieder raus gezogen und fotografiert und mich tatsächlich auch einmal wieder mit der aktuellen Technik und Software auseinander gesetzt bzw. gelesen. Mir ist auch klar geworden, dass ich es im oment nicht zu meinem bveruf machen möchte, aber dass ich, wie Du geschrieben hast, wieder mehr meiner Leidenschaft nachgehe und mich daran erfreue und somit meine Prioritäten ein bisschen anders setzen muss.
Und Talent war übrigens in deinem Fall nicht so gemeint, dass es Dir alles zufliegt oder Du schon immer alles gekonnt hast. Vielleicht habe ich mich falsch ausgedrückt. Ich meinte Deinen Ehrgeiz und halte daran fest, dass Du Talent hast. Nicht jeder kann druch harte Arbeit das erreichen, was Du schon erreicht hast 🙂 Ich freue mich frü Dich, dass sich nicht nur Dein Fotostil entwickelt hat, sondern vor allen Dingen auch Deine Persönlichkeit und dass Du damit glücklich bist!
Ich wollte übrigen mal sp gucken was bei eurer Photo Academy in Zukunft so laufen wird, aber leider geht die Seite nicht. Von facebook weiß ich, dass ihr jetzt gerade (oder sehr bald) auf Menorca seid. Ich wünsche Euch viiiiiiel Spaß und tolle Fotos!

Genau auf diesen Weg befinde ich mich auch gerade was ganz schön frustrierend sein kann. Ich möchte das meine Bilder gesehen werden aber ob sie gut genug sind daran Zweifel ich immer. Auch wenn anderen meine Bilder gefallen denke ich immer sie sind nicht gut genug. Mir fehlt auch immer das gewisse Etwas und ich hab es noch nicht gefunden. Aber ich hoffe das entwickelt dich noch wie bei dir. Du hast einen beeindruckenden Weg hinter dir.

Wow. Mehr kann ich gerade nicht sagen.
Ich habe gefühlt die letzte halbe Stunde damit verbracht, diesen und den Blogeintrag über “Stutenbissigkeit unter Fotografen” zu lesen.
Du hast mich so verdammt nachdenklich gestimmt.. Die Fotografie ist meine größte Leidenschaft, leider habe ich jedoch nicht deinen Ehrgeiz – die Fotografie ist als Hauptberuf kein Thema mehr.
Aber reicht mir das? Oder kann ich es doch schaffen?

Ich glaube, das einschlafen wird mir heute nicht leicht fallen..
Vielen Vielen Dank für diese Erkenntnis!!

Wow, Carina, das ist echt extrem beeindruckend und auch ermutigend! Ich habe glaube ich noch niemanden gesehen, bei dem in so kurzer Zeit (allein 2012-2013 schon!) die Ergebnisse so unglaublich viel besser wurden wie bei dir! Sind das wirklich deine besten Fotos von 2012? Ich kann den Unterschied zu 2013 ja fast nicht glauben 😀

Auch deine Story mit der Stute Petit macht mir immer wieder Gänsehaut. Du schreibst so ergreifend und gibst so viel von dir selber nicht nur in die Bilder, sondern auch in deine Texte.

Jetzt sitze ich vor dem Rechner mit einem dicken Kloß im Hals… 😉

“Ich möchte nicht, dass das Pferd einfach so in meine Kamera guckt, weil es ein interessantes Geräusch oder seinen Futtereimer gehört hat. Ich möchte einen Dialog. Nach all den Jahren, in denen ich nicht wusste, was meinen Bilder gefehlt hat, wusste ich es jetzt: Kommunikation. Eine Seele.”

Ich bewundere dich sehr für diese Erkenntnis.
Darüber habe ich selbst noch nie nachgedacht, aber jetzt, wo du es sagst, hat es mich sehr nachdenklich gestimmt. Und auch deine winterlichen Selbstreflektionen haben mich (eine Hobbyfotografin, die noch viiiel lernen will 😀 ) sehr inspiriert.

Freut mich, deinen Gedanken einen neuen Anreiz gegeben zu haben 🙂

[…] meine ganze positive Energie in das zu legen, an was ich glaube. Ich musste in meiner bisherigen Laufbahn einige Male miterleben, wie Kollegen sich gegenseitig zerfleischen und sich die Butter auf dem […]

Liebe Carina,

danke für deinen inspirierenden Artikel. Er macht Mut, er bringt einen dazu nachzudenken und sich auf das zu besinnen was man eigentlich wollte.

Ich liebe die Fotografie seit ich denken kann. Bis jetzt war es eigentlich immer ein Hobby, dass “nur” mir selbst Spaß gemacht hat und ab und an auch mal Freunden ein lächeln ins Gesicht gezaubert hat…

Erst letztes Jahr als ich eine Hochzeit fotografiert habe hat mich richtig der Ehrgeiz gepackt. Weg von einfach nur spaß haben zu ich will damit etwas erreichen!

Mittlerweile Arbeite ich an Blog, Fotografie mache Kurse versuche mich weiter zu bilden usw… Aber soll ich dir etwas sagen, irgendwie ist dabei völlig der Spaß auf der Strecke geblieben! Ich habe mich so sehr in dem allen verirrt, dass meine Kamera wohl seit ein paar Monaten in der Schublade verstaubt. Ich bin so damit beschäftigt den Weg zu ebnen, dass ich auf die Leidenschaft dahinter völlig vergessen habe.

Also danke für diesen Artikel, danke für das wachrütteln und vor allem danke für deinen Weg. Er zeigt, dass vieles möglich ist!

Liebe Grüße
Claudia

Heute lese ich zum ersten Mal auf deiner Seite, ich bin via Facebook über diesen Artikel gestolpert und habe ihn von Anfang bis Ende gelesen, ich konnte nicht aufhören. Danke, dass du uns an diesen Gedanken und deiner inneren Reise teilhaben lässt. Man sieht und spürt die Entwicklung in den Bildern und sie sind eine Inspiration, immer an die eigenen Träume zu glauben, weiterzumachen und sich zu erlauben einen Weg zu gehen. Gerade wir Frauen (und ja , manchmal ist das Leben so klischeehaft) neigen dazu uns im Perfektionismus zu verlieren und darüber die Freude an dem zu vergessen, was wir gerade tun und die Hoffnung darauf, dass wir das Talent dazu haben etwas daraus zu machen. Es ist immer wieder inspirierend Erfolgsgeschichten, wie deine zu lesen, die zeigen, dass man den Schalter im Kopf umlegen und einfach machen muss. Dabei des Lächeln nicht vergessen und die Liebe zu dem, was wir tun. Und für den Rest gilt: Der Weg ist das Ziel. Vielen Dank für deine schönen Bilder und liebe Grüße, Petra

Ich bin wirklich sehr … wie sag ich… fasziniert von Deinem Blogeintrag.
Hab bemerkt das ich Dir seit 2013 schon folge (den Bildern nach 😀 ) und ich war bis zum heutigen Tag irgendwie der festen Meinung, Du hast davor schon jahrelang Pferdefotografie ausgeübt.
Deine “Krisen” hab ich in keinster weise je gemerkt, Du hast alles sehr, sehr professionell gemeistert und immer Dein Bestes geliefert. (Zumindest fanden Deine Fans es immer zu wohl jeder Zeit Dein Bestes 😉 ) Hut ab vor Dir und vor allem das Du, meiner Meinung nach, so professionell gehandelt hast. Ich glaub nicht. dass das jeder hätte das so hinbekommen!
Ich steck selber auch in einer dieser Krisen mit meiner Arbeit als (Pferde-)Fotografin… Mir gehts momentan in gewisser Weise wie es Dir ging (haben Dir jetzt bestimmt auch schon hunderte Andere in den letzten zwei Tagen geschrieben 😀 ). Aber ich hoff das ich irgendwann die Kurve krieg und vor allem mit diesem “konkurrieren” müssen, aufhöre… >.<
Zwei Personen helfen mir oft wieder aus meinen Tiefs, ebenso meine wundervollen Pferde und ich bin ihnen dafür mehr als dankbar! Ich hoff, liebe Carina, Du hast auch solche Personen, Tiere,… die hinter Dir steht und Dich aufbaut wenns mal wieder aussichtlos ist!
Ich wünsch Dir alles erdenklich Gute und hoffe Du hast nun wirklich den Zauber gefunden, den Du für Deine Bilder gesucht hast <3 Ich freu mich auf noch einige, so schöne Bilder von Dir!

Liebe Grüße!

Ein sehr einfühlsamer, intimer und berührender Text. Danke für dein Vertrauen und für deine Ehrlichkeit.

Deine Entwicklung ist wirklich sagenhaft, ich habe deinen Blog schon vor ca. drei Jahren gefunden und dann aus den Augen verloren. Für mich waren deine Fotos damals schon der Inbegriff von Perfektion, aber du hast es tatsächlich geschafft, ihnen in der Zwischenzeit so viel Gefühl einzuhauchen, dass sie jetzt nicht nur schön sind, sondern auch sehr emotional. Und das ist meiner Meinung nach deine größte Leistung, Hut ab!
Was mich noch sehr interessieren würde: wie hast du es geschafft, “einfach anzufangen”? Wohnst du in einer sehr pferdereichen Gegend, oder hast du Kontakt zu vielen Pferdemenschen? Ich persönlich wüsste beispielsweise gar nicht, wo ich anfangen sollte, wenn ich Pferde fotografieren wollen würde.

Hallo Svenja! Danke für deine lieben Worte. Es freut mich sehr, aus welcher Perspektive ihr meine Bilder seht. Das gibt mir auch Motivation 🙂

Ich denke als Pferdemensch ist es recht einfach, wenn man wirklich einmal anfängt. Die Reiter kennen sich alle untereinander, die Pferdewelt ist sehr klein. So habe ich auf dem Hof wo ich damals stand einfach Pferde auf der Wiese fotografiert, dann später gezielter (“Können wir Pferd XY mal auf dem Reitplatz laufen lassen?”) und die Fotos wurden dann weitergezeigt. Nach ein paar Wochen haben sich die ersten Freunde derer Freunde gemeldet, und hat man mal ein kleines Portfolio, kann man Anzeigen schalten oder, wie in meinem Fall, einfach eine Facebookseite gründen. 🙂

Danke für deine ehrlichen und inspirierenden Worte. Ganz oft habe ich mich selbst und meine Suche, Ziele und Zweifel darin wiedergefunden. Ebenso die viel zu vielen Blicke darauf, was andere tun (eben nicht im positiven Sinne), anstelle von Selbstvertrauen in die eigene Arbeit.
Mal schauen, wohin meine berufliche Reise geht…
Ich wünsche uns “gut Licht” für das kommende Jahr.

PS: Jeden Tag am Meer entlang spazieren zu können ist wirklich erholsam! Ich hatte vor einigen Monaten bei einer notwendigen Auszeit zum Glück diese Möglichkeit und habe dort nach längerer Pause wieder angefangen, meine Kamera kreativ zu nutzen. Die Lichtstimmungen waren einfach immer wieder schön – und die entstandenen Fotografien berühren inzwischen nicht nur mein Herz.

Wow, ich hab krass Gänsehaut.. Eine wirklich unglaubliche, aber tolle Geschichte.. Man sieht wirklich sehr die Veränderung und gerade, weil ich z.B. erst letztes Jahr auf dich aufmerksam wurde, ist es super interessant deine Geschichte zu sehen.. 🙂 Ich selbst fotografiere auch hobbymäßig und hab auch oft das Gefühl, dass es nicht genauso läuft, wie ich es mir wünsche, ich bin zum Glück nie so richtig festgefahren – gerade erst vorgestern wollten eine Freundin und ich morgens Bilder im Sonnenaufgang mit Frost auf den Bäumen machen – am nächsten Morgen mussten wir mit Tiefschnee und Nebel arbeiten – Sie hatte dann noch ihren Hund dabei und die Ausgangssituation war somit komplett eine andere.. Die Bilder, die daraus entstanden sind, gefallen mir allerdings trotzdem sehr gut. 🙂
Ich versuche immer auf das zu achten, was du beschrieben hast, nicht so genau auf das zu achten was andere machen, seinem eigenen Stil treu zu bleiben etc., aber manchmal schau ich mich um, sehe so viele andere, wo ich denke, dass die dasselbe machen wie ich und dann werde ich unsicher und weiß nicht, ob das alles so gut ist und ich den Anforderungen der anderen genüge – dabei bin ich dann auch eig. mein größter Kritiker..
Ich würde gerne mehr Zeit damit verbringen zu lernen und zu üben, muss aber erst einmal meine Ausbildung beenden, doch ab Sommer möchte ich mich wieder intensiver mit der Fotografie beschäftigen, habe dann aber auch häufig das Problem keine “Models” zu bekommen.. und wenn man mich im Winter beispielsweise fragt Bilder in der Reithalle oder am späten Nachmittag mit grauen Wolken zu machen, spielt meine Kamera einfach gemeine Spiele mit mir, wegen des Lichts.. :/
Es tut mir Leid für den langen Kommentar, aber dein Post hat mich so inspiriert und neue Hoffnung gemacht.. Danke dafür! <3

Liebe Carina,
vielen Dank für deinen persönlichen “Reisebericht”.
Ich denke, jede/r Kunstschaffende ist mehr oder weniger den Zwängen unterworfen, die du beschrieben hast. Man möchte in ein Schema passen, man möchte so sein wie die großen Vorbilder, und man wird über all die Vergleiche unfassbar selbstkritisch bis zu dem Punkt, an dem man seine komplette künstlerische (und gegebenenfalls berufliche) Laufbahn hinterfragt.
Ich fotografiere schon mein ganzes Leben lang, bezeichne mich aber erst seit kurzer Zeit als “Fotografin”, wenn mich jemand fragt – es hat lange gedauert, bis ich selbstbewusst genug hinter meiner Arbeit stehen konnte. Ich bin lange noch nicht da wo du bist, aber du hast mir mit deinem Artikel Mut gegeben, meine Ziele nicht aus den Augen zu verlieren und den einen oder anderen Blick zur Seite einfach mal NICHT zu machen, nicht zu viel zu vergleichen mit anderen Menschen.
Ich bin gespannt, wohin bei mir die Reise geht, und natürlich auch, deine Arbeit weiter zu verfolgen. Danke für den inspirierenden Artikel!

Dein Text ist wirklich motivierend und in vielen Gedankengänge finde ich mich selber. Deine Entwicklung ist wirklich unglaublich und ich hoffe für mich selber, dass ich dies auch erleben darf. Momentan hänge ich in deinem 2013 herum, was meine Bilder betrifft und das grosse Ziel oder der grosse Traum; endlich einmal zufrieden auf meine Fotos schauen zu können und nicht immer das schlechte zu sehen.

Carina, ich weiß einfach nicht was ich sagen soll, aber du hast mich verdammt noch mal zum weinen gebracht ♥
2009 habe ich angefangen zu fotografieren mit dem damaligen Ziel einmal Tier-Fotografin zu werden, von meinem Weg bin ich leider sehr schnell abgekommen – des Geldes wegen. Viele Peopleshootings bis hin mittlerweile zu Hochzeiten.
Schön und gut, aber es ist nicht das was mich erfüllt und genau das was du hier niedergeschrieben hast, spiegelt 1:1 meine Gefühle wieder.
Ich versuche, mache und tue, analysiere und kritisiere mich selbst, verliere die Lust an manchen Tagen und versuche mich dann wieder auszurappeln aber den Mut zu haben nur noch Tierfotografie in Angriff zu nehmen, der fehlte mir bisher noch.
Ich danke dir so sehr für deinen Beitrag, du bringst mich grad wirklich zum umdenken ♥ :’)
Vielleicht sollte ich den Weg ja doch gehen und mir meinen Traum erfüllen.

Betrachte es mal so: Mädchen haben Träume. Frauen haben ZIELE. Also wandele deine Träume in Ziele um, mache dir einen Schlachtplan und los geht’s! Ich musste auch oft etwas tun was ich fotografisch nicht mochte, aber genau das hat mich nicht weiter gebracht. Man sollte alles ausprobieren – aber wenn man merkt, dass man keinen Spaß daran hat, sollte man es abhaken. Wenn deine Bilder “mehr” sein und Menschen begeistern sollen, musst du die Leidenschaft darin abbilden, die du selbst empfindest. Im Prinzip ist es so einfach. Du musst nur die Zähne zusammenbeißen und dich durchschlagen. Bleib dran, bleib stark, und ersetze das Wort “Träume” ab sofort mit dem Wort “Ziele”! 😉

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